Kurz gebloggt … vom 27. August 2021

Kurz gebloggt… heute über anstehende und abgeschlossene Bauarbeiten, wünschenswerte Verbesserungen, ausgezeichnete Feuerwehrleute, erfolgreiche Fussballer und wiederkehrende Dreharbeiten. Doch begonnen wird mit einem Aufreger, denn …

Kurz informiert

  • … verschiedene Anlieger der östlichen Straßenseite der Stückener Dorfstraße haben Post von der Gemeindeverwaltung Michendorf erhalten. Darin werden sie aufgefordert, “… bis zum 27. August den Rinnsteig [vor ihrem Grundstück] zu reinigen. Dies gehöre zu den Pflichten von Hauseigentümern laut Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung. Bei Nichtbefolgen droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren. Formal gibt es hierzu keine Einwände. Die Reinigung des Rinnsteins kann zu den Aufgaben von Grundstückseigentümern gehören. Dennoch werfen die Mahnschreiben einige Fragen auf:
    • Laut Straßenreinigungs- und Winterdienstsatzung der Gemeinde gehört die Stückener Dorfstraße zur Reinigungsklasse II. Im §5 der Satzung wird für die Reinigungsklasse II ausgeführt, dass “die Reinigung auf Fahrbahnen … den Anliegern übertragen [werden]. Die Gemeinde führt zusätzlich zweimal pro Jahr eine grundhafte Zwischenreinigung der Fahrbahnen durch.” Das wirft die Frage auf, ob man überhaupt von einer “grundhaften Zwischenreinigung” sprechen kann, wenn eine für Kopfsteinpflaster völlig untaugliche Kehrmaschine zweimal im Jahr am Bordstein entlangschleift und den Sand zwischen den Pflastersteinen verteilt. Für Kopfsteinpflasterstraßen bieten Firmen spezielle Maschinen für unebene Straßenverhältnisse an, die auch in der Lage sind, Unkraut aus dem Rinnstein zu entfernen. Würde dies zweimal im Jahr erfolgen, wären Abmahnungen nicht notwendig.
    • Alle Anlieger zahlen eine Straßenreinigungsgebühr in Höhe von 94 Cent je laufenden Frontmeter (in der Regel zwischen 30 und 50 Euro jährlich), die nicht nur den Winterdienst umfasst, sondern auch die oben genannte grundhafte Zwischenreinigung. Auch die Anlieger der gepflasterten Stückener Dorfstraße haben ein Recht darauf, dass vor ihrer Tür ordentlich gekehrt wird.
    • Die Anlieger, die hier abgemahnt werden, sind übrigens auch die, die von April bis Oktober alle 2-3 Wochen den Rasen auf den Gemeindeflächen vor ihren Grundstücken mähen, und die, ohne dass sie sich als “Baumpaten” bei der Gemeinde melden, die Wassersäcke an den Straßenbäumen befüllen.
    • Und abschließend noch ein Servicehinweis an die Gemeinde. Das Flurstück 13, Flur 4, der Gemarkung Stücken auf dem das Gemeindehaus an der Stückener Dorfstraße steht, endet übrigens an der Kirchenmauer (im Brandenburg-Viewer gut erkennbar). Die Gemeinde als Eigentümer des Grundstücks sollte also schleunigst die Bauhof-Mitarbeiter losschicken, die den Rinnstein vor dem gesamten Grundstück säubern. Der ist nämlich nur zur Hälfe gereinigt und die Frist zur Reinigung ist heute abgelaufen.
  • Apropos Dorfstraße: Mit Bescheid vom 11. Juni 2021 erteilte die Untere Denkmalschutzbehörde die Erlaubnis, den historischen Straßenpflasterbelag der Stückener Dorfstraße auszubessern. Die Maßnahme sollte nach denkmalpflegerischen Grundsätzen durchgeführt werden. Eine geplante Absprache mit dem Ortsbeirat erfolgte jedoch nicht. Die Arbeiten wurden Mitte August abgeschlossen.
  • Die Bauarbeiten für den Glasfaserausbau sollten laut Gemeinde am 23. August auch in Stücken beginnen. Doch aktuell laufen die Arbeiten wohl erstmal noch in Michendorf.
  • Abgeschlossen ist hingegen der Bau der neuen ALDI-Filiale in Michendorf, die heute eröffnet wurde. Die von vielen ersehnte Rossmann-Filiale ist noch im Bau.
  • Eine Anwohnerin der Weinbergsiedlung hat in der Ortsbeiratssitzung deutlich darauf hingewiesen, dass derzeit keine verkehrssichere Zufahrt von der Siedlung am Weinberg auf den Radweg an der Zauchwitzer Straße besteht. Wenn man von der Ausfahrt auf den Radweg möchte, muss man zunächst nach links auf die Zauchwitzer Straße einbiegen und nach 100 Metern scharf auf den Radweg einlenken. Gerade für Kinder ist das eine nicht ungefährliche Situation. Eine mögliche Lösung könnte durch das Absenken des Bordsteins auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Ausfahrt erreicht werden. Offenbar war dies ursprünglich so geplant. Das dort bereits befindliche Schild, dass einen Radweg in beide Richtungen ausweist, macht ohne eine direkte Zufahrt gar keinen Sinn. Hier sollte also schnellstmöglich nachgebessert werden.
  • Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist das Hinweisschild auf den Radweg nach links und rechts gut zu erkennen.

  • Nicht nur nachbessern, sondern grundhaft sanieren, sollte die Gemeinde den Kinderspielplatz in der Weinbergsiedlung. Das wünschen sich nicht nur die direkten Anwohner, sondern alle spielplatzaffinen Kinder in Stücken. Es ist der einzige öffentliche Spielplatz und er ist seit Jahren in einem jämmerlichen Zustand.
  • Nicht jämmerlich, sondern traurig ist der Zustand des Fresdorfer Sees. Wo man namentlich ein Gewässer vermuten würde, ist inzwischen nicht mehr als eine feuchte Wiese. Das hat sogar Spiegel Online bewogen, eine Kurzreportage über den See zu veröffentlichen. Warum erwähne ich das überhaupt in einem Stückener Blog? Die wenigsten wissen, dass der Fresdorfer See nicht etwa zu Fresdorf gehört, sondern auf der Gemarkung Stücken liegt, was man ebenfalls wunderbar im Brandenburg-Viewer erkennen kann. Dort ist der See auf einem Luftbild von 2018 noch sehr gut zu erkennen. Die trockenen Jahre 2019 und 2020 haben ihm jedoch nachhaltig zugesetzt.
  • Ein Aufreger aus der Ortsbeiratssitzung soll nicht unerwähnt bleiben. In der vorvergangenen Sitzung (Stücken bloggt berichtete) diskutierte der Ortsbeirat intensiv die möglichen Auswirkungen der geplanten Siedlung “Am Sonneneck” auf die örtliche Infrastruktur, Kitaplätze und vieles mehr. Ein umfänglicher Fragenkatalog wurde an die Gemeindeverwaltung gerichtet. Nach über zwei Monaten wurde die Problematik in einer achtzeiligen Antwort der Gemeinde mit einer ausweichenden Erklärung bzgl. der angespannten Allgemeinsituation von Kita- und Hortplätzen in der Gemeinde beantwortet. Mit keinem Satz wurde auf die Stückener Belange eingegangen. Das läßt darauf schließen, dass man in der Gemeindeverwaltung nur sehr unzureichend die Bedenken des Ortsbeirates aufgenommen hat.

Das Gemeindezentrum zum Apfelbaum bot einen würdigen Rahmen für die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren © Judith Lenz

Kurz geehrt

  • Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren Michendorfs wurden zahlreiche Mitglieder der Stückener Wehr geehrt und befördert. Julius Schreinicke, Max Kieburg und Vera Sträßer wurden zum Feuerwehrmann bzw. -frau ernannt. Kimberley Grasenik wurde zur Hauptfeuerwehrfrau, Nico Heinicke zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Hauptlöschmeisterin darf sich jetzt Julia Bohnet nennen. Für 10 Jahre treue Dienste wurde Annett Schreinicke geehrt, auf 20 Jahre bringt es inzwischen Eric Fechner. Eine besondere Danksagung erhielt Silvana Grasenik für ihren Einsatz im Ahrtal. Einen herzlichen Glückwunsch an alle Kameradinnen und Kameraden.

Kurz trainiert

  • Am heutigen frühen Abend hat das Wettkampfteam der Freiwilligen Feuerwehr die Utensilien für den Löschangriff Nass nach mehr als zwei Jahren entstaubt und nur kurz die Abläufe trainiert. Schon morgen geht es zum Schlosspokallauf nach Nudersdorf nahe der Lutherstadt Wittenberge. Viel Erfolg Jungs!

Kurz gespielt

  • Bereits am 15. August fand das erste Saisonspiel der Blau-Weißen statt. Die Stückener Kicker gewannen, aufgrund der chancenreichen ersten Halbzeit, verdient mit 2:1 auswärts beim SV 1948 Ferch. Doch mehr als eine Woche mussten die Spieler um die Bestätigung des Ergebnisses bangen. Getreu dem Motto, was der VfL Wolfsburg im DFB-Pokal schafft, können wir schon lange, unterlief dem Stückener Coach ein Wechselfehler. In der aktuellen Kreisliga-Saison sind vier Auswechslungen erlaubt, aber nur in drei Wechselpausen. Leider wechselten die Stückener in vier Phasen. Doch in der Kreisliga hat man noch Erbarmen. Eine Geldstrafe soll die Mannschaft daran erinnern, dies zukünftig richtig zu machen. Am Sonntag können die Stückener an ihre gute Leistung anknüpfen, dann geht es zur zweiten Mannschaft des SV 05 Rehbrücke.

Kurz terminiert

  • Am 18. September 2021 findet das erste Apfelfest der Gemeinde von 14 bis 22 Uhr in Wildenbruch statt.
  • Die nächste Ortsbeiratssitzung findet am 7. Oktober 2021, um 19:30 Uhr im Gemeindezentrum statt. Die neu festgelegten Sitzungstermine für 2022 sind im Jahreskalender hier auf Stücken bloggt bereits zu finden.

Kurz angeklickt

  • Wer wissen will, welche Flugzeuge (in welcher Höhe und von wo gestartet) uns nun täglich einige dutzend Male überfliegen, um am BER zu landen, kann dies völlig ohne Anmeldung auf Flightradar 24 in Echtzeit recherchieren. Auch die APP dazu ist sehr empfehlenswert (im Play Store oder App Store erhältlich). TraVis zeigt hingegen übersichtlich eine Historie, Abflugpläne, Lärmbelastung in Flughafennähe und viele weitere Infos zum Fluggeschehen.

Kurz fotografiert

  • Ende Juli wurde auch im Landhaus “Zu Stücken” mal wieder für SOKO Wismar gedreht. Diesmal wurde die Gaststätte zur Lieferdienstzentrale eines Essensservice auf die Ostsee … Zu sehen ist dann alles in der Folge 412 „Tod ahoi“, die wohl im November oder Dezember an einem Mittwoch um 18 Uhr im ZDF zu sehen sein wird.

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