Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahl Stückens schwankte in den letzten 150 Jahren zwischen 350 und 650 Einwohnern. Von 1875 bis 1925 ist ein steter Anstieg von 453 auf 512 Einwohner zu erkennen. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges sank die Zahl jedoch auf 436 Einwohner im Jahre 1939. 52 Einwohner fielen dem Krieg zum Opfer. Aufgrund der Enteignung durch die Bodenreform verschwand mit dem Gutshof der größte Arbeitgeber direkt nach dem Krieg. Dennoch erhöhte sich durch die Flüchtlinge aus den Osten die Einwohnerzahl schlagartig auf über 600.

Möglicherweise aufgrund schlechter Verdienstmöglichkeiten, geringer Entwicklungsmöglichkeiten, weniger benötigter Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und allgemeiner Perspektivlosigkeit auf dem Land setzte in den kommenden Jahrzehnten eine schleichende Landflucht ein und so halbierte sich die Einwohnerzahl der Gemeinde nahezu von 639 (1946) auf 354 im Jahre 1989.

Nach der Wende setzte ein Bauboom ein, der auch Stücken erfasste und die Einwohnerzahl stieg bis Ende 2001 auf 529 Einwohner an. Danach sank die Einwohnerzahl wieder knapp unter die 500er Marke, wo sie seit 15 Jahren nahezu stagniert.

Datum EWZ
01.12.1875 453
01.12.1890 466
01.12.1910 459
16.06.1925 512
16.06.1933 468
17.05.1939 436
29.10.1946 639
30.08.1950 591
31.12.1964 408
01.01.1971 384
01.06.1980 365
31.12.1981 351
31.10.1983 360
31.12.1985 377
01.12.1989 354

Datum EWZ
31.12.1990 363
31.12.1991 367
31.12.1992 355
31.12.1993 359
31.12.1994 441
31.12.1995 514
31.12.1996 516
31.12.1997 510
31.12.1998 514
31.12.1999 508

Datum EWZ
31.12.2000 529
31.12.2001 529
31.12.2002 516
31.12.2003 507
31.12.2004 504
31.12.2005 494
31.12.2006 498
31.12.2007 485
31.12.2008 491
31.12.2009 482

Datum EWZ
31.12.2010 490
31.12.2011 492
31.12.2012 486
31.12.2013 482
31.12.2014 482
31.12.2015 472
31.12.2016 480
31.12.2017 494

Quellen:

  • Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005
    (Landesbetrieb für Datenverarbeitung, heute Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
  • Gemeinde Michendorf
  • Wikipedia

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