Kurz gebloggt … am 8. Januar 2023

Kurz gebloggt - Stücken bloggtKurz gebloggt… heute mit einer raschen Übersicht über alle Themen, die in der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Donnerstag im Beisein der Michendorfer Bürgermeisterin Claudia Nowka beraten wurden.

Kurz informiert

  • Der Stückener Jugend ist im Frühjahr 2022 eine Örtlichkeit versprochen worden, in der sie sich auch an kälteren Tagen treffen kann. Nach Monaten des Stillstandes hat die Michendorfer Verwaltung nun vorgeschlagen, den rechten Versammlungsraum des Gemeindezentrums so mit Sofas etc. umzugestalten, dass die Jugendlichen, in Abstimmung mit den Vereinen und dem Ortsbeirat, einen Treffpunkt hätten. Dieser Vorschlag wird vom Ortsbeirat aus verschiedenen Gründen abgelehnt. Zunächst einmal wohnen in dem Gebäude aktuell zwei Mietparteien, u.a. mit kleinen Kindern. Man muss davon ausgehen, dass die Jugendlichen sich wie “normale” Jugendliche verhalten. Dazu gehört dann auch das regelmäßige Feiern, laut Musik hören etc. Mit der Rücksichtnahme auf die anderen Mietparteien wird man es dann eher leichtnehmen und Konflikte sind vorprogrammiert. Zudem ist der Raum für Versammlungen von bis zu 25 Vereinsmitgliedern gedacht und in seinen Ausmaßen schon jetzt nicht gerade überdimensioniert, sodass man eher wenig Platz für weitere Möbel hätte. Der Ortsbeirat spricht sich weiterhin für eine Bauwagenlösung aus und hat die Bürgermeisterin erneut gebeten, die Beschaffung voranzutreiben.
  • Bezüglich der Abrechnung der Herstellung der Straßenbeleuchtung in der Querstraße wies Frau Nowka darauf hin, dass die Verwaltung hier Gelder einfordert, die unter dem vorherigen Bürgermeister versäumt wurden, abzurechnen. Grundlage ist die Schlussrechnung aus dem Jahr 2018 über die Demontage und Entsorgung von acht Lichtpunkten, bestehend aus Holzmast, Leuchte und Freileitung und die Aufstellung neuer Lichtmasten in der Querstraße. Anschließende Maßnahmen zur Reduzierung der Blendwirkung einzelner Leuchten durch Austausch der Leuchtköpfe wurden hingegen NICHT berechnet. Leider konnte Frau Nowka nicht beantworten, warum es für die erst relativ neuen Leuchten im vergangenen Jahr keine Ersatzteile mehr gab, sodass nach monatelangem Warten schlussendlich der Leuchtkopf einer Lampe erneut komplett getauscht werden musste.
  • Sämtliche Straßenlampen der Gemeinde Michendorf werden in den kommenden Monaten auf LED umgerüstet. Ca. 500 sind bereits mit den Strom sparenden Alternativen ausgestattet, für etwa 2.000 Lampen steht der Austausch des Leuchtmittels noch an. So auch für viele Lampen in Stücken. Die Kosten dafür trägt die Gemeinde selbst. Trotz der relativ hohen Investition besteht die Hoffnung, dass längerfristig viel Geld gespart wird. Vielleicht halten die neuen Lampen auch ein wenig länger, so dass die ein oder andere Reparatur erspart bleibt. Aktuell sind gleich mehrere dutzend Ausfälle von Straßenlaternen für die gesamte Gemeinde im Maerker Michendorf gemeldet.
  • Diskutiert wurde erneut die Parkplatzsituation in der Seddiner bzw. Beelitzer Straße. Grundlage waren zunächst die schriftlichen Ausführungen der Gemeinde, in denen es heißt: “Die Straßen Beelitzer Straße und Seddiner Straße sind enge Straßenstellen im Sinne des § 12 Abs. 1 Nr. 1 Straßenverkehrsordnung (StVO). Hier ist das Halten unzulässig. Eng ist eine Straßenstelle nach der Rechtsprechung in der Regel dann, wenn der zur Durchfahrt insgesamt freibleibende Raum für ein Fahrzeug höchstzulässiger Breite von 2,55 m (vgl. § 32 Abs. 1 Nr. 1 StVZO) zuzüglich 0,50 m Seitenabstand bei vorsichtiger Fahrweise nicht ausreichen würde. Dabei ist die Gegenfahrbahn mitzurechnen. Dementsprechend muss ein Haltender grundsätzlich eine Fahrbahnbreite von 3,05 m zum gegenüberliegenden Fahrbahnrand freihalten.” Für die Beelitzer Straße heißt das konkret: “… hier befindet sich vor Hausnr. 2 und vor Hausnr. 25 (Kita Storchennest) je eine Parktasche für zwei PKWs. Ab der Parktasche vor Hausnr. 25 bis zum Ortsende (Ortstafel) wurde die Fahrbahn an der Seite verbreitert – hier dürfen PKWs am rechten Fahrbahnrand parken.” In der Seddiner Straße gibt es hingegen keine Parktaschen. Nach einer Prüfung bestätigt die Gemeindeverwaltung noch einmal, dass dort Parktaschen errichtet werden können, “[diese müssen] aber im Rahmen von Straßenausbaubeiträgen umgelegt werden.” Nun wurde im Ortsbeirat jedoch vorgeschlagen, dass den Anwohnern gestattet wird, Parkflächen eigenhändig unter festgelegten Vorgaben zu schaffen. Dazu gehören u.a. die zu verwendenden Materialien (bspw. für Schotterrasenflächen) und deren aufzubringende Stärke. Frau Nowka lässt den Vorschlag in der Verwaltung prüfen.
  • Die ursprünglich geplanten Parkplätze vor der Kita Storchennest, die an der Beelitzer Straße am Rande des “Spielwaldes” entstehen sollten, können jedoch nicht eingerichtet werden. Der Grundstückseigentümer weigert sich, einen schmalen Streifen seines Waldes zu verkaufen. Ihm geht es jedoch nicht um den Verlust der Fläche, sondern darum, dass er die Versicherungspflicht nicht übernehmen möchte, für den Fall, dass aus dem angrenzenden Wald Äste oder gar Bäume auf die parkenden Autos fallen. Nun wird die Verlängerung der aktuellen Parkbucht vor der Kita geprüft.
  • Kurz gebloggt

    Jetzt macht das Schild auf der linken Seite am Radweg endlich Sinn. Hier kann man jetzt problemlos am Radweg auf- und abfahren.

    Nun sind auch die letzten Baustellenpoller weggeräumt und die Absenkung am Fahrradweg vor der Zufahrt zur Siedlung am Weinberg ist fertig. Das sollte für die Fahrradfahrer eine deutliche Erleichterung sein und mögliche Gefährdungen beim Queren der Fahrbahn reduzieren. Sehr schön.
  • Völliger Stillstand ist hinsichtlich der Herstellung eines Fahrradweges im Bereich des “Sommerweges” an der Stückener Dorfstraße zu vermelden. Seit Jahren versuchen Ortsbeirat und Gemeindeverwaltung eine Machbarkeit bzw. konkrete Entwürfe mit der unteren Denkmalschutzbehörde zu erarbeiten und abzustimmen. Doch auch nach der letzten Ortsbeiratssitzung muss man konsternieren: Hier wird sobald gar nichts passieren. Für die Verantwortlichen ist aktuell noch nicht einmal definierbar, wie weit die Planungen und Abstimmungen vorangeschritten sind, und wer konkret die nächsten Schritte einleiten müsste. Ein Trauerspiel, das auf dem Rücken der Fußgänger ausgetragen wird, die durch teils rücksichtslose (Renn)radfahrer weiter gefährdet sind.
  • Bereits 2019 wurde eine Gebührenerhebung von den Vereinen für die Nutzung der Gemeindezentren kontrovers diskutiert. Aufgrund steigender Energiepreise wird das heiße Eisen nun wieder von der Gemeinde hervorgeholt. Man hat festgestellt, dass die Gemeindezentren zu 95 Prozent von Vereinen und nur zu 5 Prozent von Privatleuten genutzt werden. Letztere müssen bereits eine relativ hohe Gebühr entrichten, doch die reicht längst nicht aus, um die Betriebskosten der Versammlungsräume zu decken. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 6. Februar soll erneut über den Vorschlag der Kostenbeteiligung der Vereine beraten und abgestimmt werden. Der Ausgang ist vollkommen offen. Auch MAZ+ berichtete am 6. Januar 2023.
  • Nicht nur die hohen Energiekosten machen vielen Menschen aktuell Sorgen. Auch die Angst um die Versorgungssicherheit oder gar die Folgen eines Blackouts werden spätestens seit dem Krieg in der Ukraine auch in vielen Privathaushalten diskutiert. Ganz offensichtlich häufen sich auch die Anfragen bei der Gemeindeverwaltung und beim Landkreis, sodass sich die Verantwortlichen offenbar zu einer gemeinsamen Presseerklärung (PDF) regelrecht gezwungen sahen. Dort heißt es u.a., dass die Gasspeicher des Landkreises ausreichend gefüllt sind und auch bei der Stromversorgung ein kritischer Zustand nahezu ausgeschlossen ist, da ausreichend Kapazitäten vorhanden seien. Nichtsdestotrotz wird nach Aussagen der Bürgermeisterin in der Gemeinde Michendorf bis Mitte Februar an einem Krisenplan Blackout/Großschadenslage gearbeitet, der vorhandene Kapazitäten für eine Notstromversorgung, Ansprechpartner und andere grundlegende Inhalte enthalten soll. Anschließend werden die Ortsbeiräte der Ortsteile einbezogen und um konkrete Zuarbeit gebeten, um bspw. Notfallsammelpunkte zu identifizieren und weitere Bedarfe anzumelden. Das Thema wird uns sicher in den kommenden Monaten begleiten. Stücken bloggt bleibt dran und wird nicht nur berichten, sondern auch eine Unterseite mit offiziellen Informationen zusammenstellen.
  • Ziemlich früh hat die Gemeinde in diesem Jahr den Frühjahrsputz am 25. März 2023 angekündigt. Gleichzeitig ruft die Verwaltung dazu auf, mögliche Bedarfe für Container, Mülltüten oder Handschuhe anzumelden, um auch gezielt Müllsammelaktionen zu unterstützen. Am 22. April soll dann erstmalig ein Repair Café, möglicherweise im Gemeindezentrum Michendorf, stattfinden. An diesem Tag sollen sich an verschiedenen Stationen Michendorfer, mit dem Interesse an Reparatur und Bastelei, um defekte Elektro- und Gartengeräte, Stoffe oder Fahrräder ihrer Mitmenschen kümmern, um so den ein oder anderen Schatz vor der Verschrottung zu retten.
  • Vieleicht können wir uns bis zum Beginn der Wachstumsphase im Frühjahr schon an einem neuen Weihnachtsbaum “auf dem Puhl” an der Feuerwehr erfreuen. Frau Nowka sagte zu, dass die Gemeinde die Kosten für die Pflanzung eines angemessenen Baumes inklusive der notwendigen Anwachsgarantie aus dem Etat der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bezahlen wird.
  • Und dann war da noch die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stücken am vergangenen Freitag, ebenfalls in Anwesenheit der Bürgermeisterin Claudia Nowka. Ortswehrführer Sören Kieburg ließ die Jahre 2021 und 2022 Revue passieren und nannte beeindruckende Zahlen zu den erbrachten Einsatz- und Ausbildungsstunden. Im Einzelnen: 2021 hatte die Feuerwehr 29 Mitglieder (davon 4 Alters- und Ehrenabteilung und 6 Frauen), die bei 45 Einsätzen insgesamt 292 Einsatzstunden ableisteten. Hinzu kamen rund 900 Stunden Ausbildungszeiten und weitere Aktivitäten, die sich dann auf rund 1.400 Stunden Ehrenamtstätigkeit aufsummierten. 2022 wurden die Zahlen noch einmal gesteigert. 28 Mitglieder (davon 5 Alters- und Ehrenabteilung und 5 Frauen) leisteten bei 63 Einsätzen rund 420 Einsatzstunden. Erneut verbrachten die Feuerwehrleute 900 Stunden mit der Aus- und Weiterbildung. Weitere Tätigkeiten erhöhten die Gesamtzeiten auf mehr rund 1.800 Stunden. Und dann waren da ja noch die zahlreichen Feuerwehrwettkämpfe, auf die bereits im letzten Kurz gebloggt eingegangen wurde.

Kurz gesucht

Kurz gebloggt

  • Auch in diesem Jahr soll in der Gemeinde ein Frühlingsempfang stattfinden. Wenn Sie einen Vorschlag haben, welche Stückener sich unter dem Brandenburg weiten Thema Baukultur und im weiteren Sinne auch um Heimatpflege und den Erhalt von Traditionen im besonderen Maße verdient gemacht hat, können Sie Ihren namentlichen Vorschlag mit einer kurzen Begründung bis zum 31. März 2023 bei der Gemeindeverwaltung einreichen. Details entnehmen Sie bitte dem nebenstehenden Aufruf.

Kurz terminiert

  • Die nächste öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung Michendorf findet am 23. Februar 2023, um 19:00 Uhr, im Großen Saal des Gemeindezentrums “Zum Apfelbaum” in Michendorf statt.
  • Die nächste öffentliche Ortsbeiratssitzung findet am 23. Februar 2023, um 19:30 Uhr, im Gemeindezentrum Stücken statt.
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