Stückener Feuerwehr trainiert Verkehrsunfallhilfe

Im Rahmen der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehr Stücken stand in diesem Monat die Technische Hilfeleistung „Verkehrsunfall“ auf dem Plan. Das Thema wurde uns quasi in den Ausbildungsplan diktiert, da Frau Sträßer uns fragte, ob wir ihren alten Opel Corsa für Ausbildungszwecke nutzen wollen. Das Angebot nahmen wir natürlich dankend an.

Jede Ortswehr hat laut Brandenburgischem Brand- und Katastrophenschutzgesetz die Aufgabe, sich regelmäßig weiter zu bilden. So wurde die kleine Ausbildungsübung so organisiert, dass sie einer realen Alarmierung ähnelt. Wir fuhren mit dem Löschfahrzeug zur Ausbildungsstelle (altes Silo am Ortsrand) und der Gruppenführer, der bereits für die Führung eines Einsatzes geschult wurde, erkundete die Lage und stellte fest, dass es sich um einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person handelt. Julius stellte sich freundlicherweise als Schauspieler zur Verfügung.

Schnell wurden die Aufgaben an die zur Verfügung stehenden Trupps verteilt. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet und abgesichert, das Unfallfahrzeug wurde gesichert und ein erster Zugang zum Patienten durch die Scheibe hergestellt. Mehr ist aktuell mit dem Stückener Einsatzfahrzeug im Falle eines Verkehrsunfalles nicht möglich, da wir eher auf Brandbekämpfung ausgelegt sind. Der Einsatzleiter forderte deshalb nach der Lageerkundung schnell den Rüstwagen der Freiwilligen Feuerwehr Michendorf nach. “Praktischerweise” stand dieser bereits am Siloeingang bereit. Der Rüstwagen ist ein Sonderfahrzeug, das für die Technische Hilfe extra ausgestattet ist. So standen uns jetzt auch Komponenten wie das Rettungsgerät zur Patientenbefreiung zur Verfügung.

Mit dem Spreizer fingen die Trupps an, die Türen aus dem Fahrzeug zu trennen. Auch die Frontscheibe wurde fachmännisch mit dem Glasmanagement entfernt. Anschließend hatte jeder die Möglichkeit mit dem Federkörner die restlichen Scheiben zu zerstören, um ein Gefühl für den Umgang damit zu bekommen. Mit Hilfe der Schere wurde das Dach entfernt. Im vorderen Türbereich rechts und links wurden zunächst Entlastungsschnitte eingebracht, um anschließend mit Rettungszylindern den Vorderwagen auseinander zu drücken und ggf. eingeklemmte Beine zu befreien.

Zum Abschluss wurde die Person noch mittels Spineboard aus dem Auto gehoben, um sie im Realfall an den Rettungsdienst übergeben zu können. Anschließend wurde aufgeräumt, und in einer Auswertung der Ausbildung wurden erkannte Fehler besprochen und gute Leistungen gelobt. Besonders lobenswert ist auch die Zusammenarbeit mit der Michendorfer Feuerwehr, auf deren Unterstützung wir bei solchen Ausbildungen immer zählen können.

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