Weihnachtsbaumanblasen läutet die Adventszeit in Stücken ein

WeihnachtsbaumanblasenZwei lange Jahre musste das beliebte Weihnachtsbaumanblasen in Stücken wegen der Corona-Einschränkungen ausfallen. Das scheint bei vielen eine gewisse Vorfreude ausgelöst zu haben. Viele Stückener und noch mehr Gäste fanden ihren Weg zum Feuerwehrgebäude. Dort erwarteten sie nicht nur die vertrauten Weihnachtsklänge vom Stückener Blasorchester, sondern auch kulinarische Weihnachtsfreuden in Form von Glühwein, Punsch, Bratwurst und Quarkkäulchen. Ausgeschenkt vom Förderverein der Stückener Feuerwehr und dem Heimatverein Stücken. Das Orchester überraschte mit den drei jungen Musikern Till-Ole, Magnus und Arthur, die bereits notengenau bekannte Weihnachtslieder vortrugen. Weihnachtsmann Marcel verteilte Süßigkeiten für die Kleinsten und Hochprozentiges für die Erwachsenen.

Und ja, da ist noch die Sache mit dem Weihnachtsbaum. Ohne Zweifel ist das künstliche Weihnachtsbaumgestell, das zumindest im Dunkeln ein schönes Licht abgibt, nicht das, was man sich unter einem richtig schönen Weihnachtsbaum für die Dorfmitte vorstellt. Das ist dem Heimatverein mehr als bewusst, allerdings sollte der künstliche Baum aus mehreren Gründen zumindest als Übergangslösung herhalten. Nach dem Fällen der alten Weihnachtstanne sollte die vor Jahren umgesetzte Tanne vor dem Kriegerdenkmal seine Nachfolge antreten. Nun ja, so richtig schön hat sich der Baum leider nicht entwickelt. Eine echte Ersatzpflanzung für den Weihnachtsbaum wurde zunächst ausgesetzt, da der alte Standort durch den Neubau des Feuerwehrhauses gefährdet war. Erst seit September dieses Jahres steht fest, dass das alte Feuerwehrgebäude im Grundriss erhalten bleibt und die neue Wehr auf der anderen Straßenseite entsteht. Der Heimatverein plant jetzt die Neupflanzung einer Tanne am alten Standort. Zumindest in der diesjährigen Weihnachtszeit muss noch einmal der Ersatzbaum herhalten.

Der Heimatverein Stücken und Stücken bloggt wünschen eine besinnliche Adventszeit.

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Blau-Weiß lässt unnötig Punkte liegen

Blau-WeißNach dem 4:3 am vergangenen Wochenende bei der zweiten Mannschaft des USV Potsdam war heute die nächste Potsdamer Mannschaft zu Gast in Stücken. Gegen die Reserve des ESV Lok Potsdam begann das Spiel zu ungewohnter Anstoßzeit bereits um 13 Uhr.

Für Stückener Verhältnisse verlief das Heimspiel auch eher ungewohnt. War man in den vergangenen Spielen doch immer für einen schnellen Treffer in der Anfangsphase gut. Doch heute übernahm zunächst der Gast aus Potsdam die Partie, ohne zunächst klare Chancen zu kreieren. Es dauerte gut 30 Minuten, bis die Blau-Weißen ins Spiel gefunden hatten und zumindest auf den Außenbahnen bis in den gegnerischen Strafraum vorstießen. Doch auch hier fehlten die klaren Torabschlüsse. Auch die zahlreichen Ecken sorgten für keine nennenswerte Gefahr im gegnerischen Strafraum. Stattdessen fiel das 1:0 für Lok Potsdam fünf Minuten vor der Halbzeit. Ein fragwürdiger Einwurf wurde schnell nach vorn gespielt und während die Stückener Hintermannschaft noch mit der Schiedsrichterentscheidung haderte, kam der scharfe Ball von außen auch schon vor das Stückener Tor geflogen. Keeper Heinicke konnte nur nach vorn abklatschen. Lok’s Amos Nembe staubte aus Nahdistanz ab.

Nach dem Pausentee nahmen erneut die Gäste das Heft in die Hand und erspielten sich auch 2-3 klare Torchancen, die Stücken’s Schlussmann Heinicke sicher parierte. Nach einer Stunde begann der Sturmlauf der Hausherren. Doch die klaren Torchancen ergaben sich nicht durch die Konter, sondern immer wieder durch die Standardsituationen. Doch weder Freistöße noch Ecken waren gefährlich, auffällig waren die laaangen Einwürfe von Pascal König, die immer wieder zu gefährlichen Situationen im Potsdamer Strafraum sorgen. Die größte Chance nach diesem Muster dann aber erst in der Schlussminute. König wirft ein, Karl Mahron verlängert, Paul Kasten fliegt am Ball vorbei und der Ball klatscht gegen den Innenpfosten und von dort ins Feld zurück. Zum Haareraufen. So blieb es bei einer der unnötigsten Niederlagen der Saison.

Stücken bleibt Achter in der Tabelle. Am kommenden Sonntag geht es mit einem Heimspiel weiter. Am 20. November empfangen die Blau-Weißen den SV Ruhlsdorf II. Der Saisonüberblick mit allen Partien und den Stückener Torschützen ist hier zu finden.

Hier noch ein paar Impressionen zum Spiel:

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Kommentar: Stärkt die Ortsbeiräte und schafft den Bürgerhaushalt ab

Bürgerhaushalt

Die finalen Vorschläge, für die bis zum 24. November 2022 abgestimmt werden kann.

Anmerkung: Dies ist nicht die Meinung des Ortsbeirates Stücken (dem ich nicht angehöre) und nicht die Meinung des Heimatvereins Stücken, sondern meine ganz persönliche Meinung und mein Vorschlag, der das Ortsteilbudget und die Arbeit der Ortsbeiräte aufwerten könnte.

Der ein oder andere Stückener wird sich gewundert haben, dass bei den Vorschlägen zum 3. Michendorfer Bürgerhaushalt der Ortsteil Stücken irgendwie gar nicht bedacht werden soll. Dazu sollte man wissen, dass dem Ortsbeirat Stücken in der Sitzung vom 20. Oktober 2022 insgesamt fünf der 26 eingereichten Vorschläge zum Bürgerhaushalt vorgelegt wurden, zu denen die Ortsbeiratsmitglieder explizit Stellung nehmen sollten, ob sie diese als Vorschlag für den Bürgerhaushalt empfehlen würden (hier die Beschlussvorlage als PDF). Vier der Vorschläge, die in irgendeiner Weise auch Stücken betrafen, wurden vom Ortsbeirat abgelehnt. Dennoch haben sie es in die finale Vorschlagsliste geschafft (Siehe nebenstehende Tabelle). Der verbliebene 5. Vorschlag (13/2022), nämlich die Anschaffung von Mehrwegbechern inkl. Edelstahl-Waschtisch und Spülboys für den Heimatverein Stücken, wurde hingegen vom Ortsbeirat Stücken ausdrücklich befürwortet.

Die Gemeindeverwaltung Michendorf hat diesen Vorschlag jedoch teilweise abgelehnt, da Mehrwegbecher bereits in der Gemeindeverwaltung für Veranstaltungen ausgeliehen werden können. Der Edelstahl-Waschtisch und die Spülboys hingegen könnten als gemeinnützige Anschaffung und Nutzung für alle Ortsteile über den Bürgerhaushalt zur Abstimmung gestellt werden. Der Heimatverein Stücken hat nach dieser partiellen Ablehnung seinen Vorschlag zurückgezogen. Dem Verein ging es vorrangig darum, mit selbst gestalteten Stückener Mehrwegbechern die jährlichen Veranstaltungen in Stücken zu bestreiten. Das Equipment, bei dem es auch noch sehr auf die Hygiene ankommt, wollte sich der Verein NICHT von Anderen leihen müssen. Vom logistischen Aufwand für die Ausleihe bei jeder der mehr als zehn Veranstaltungen im Jahr einmal abgesehen.

Nach Auslegung der Satzung des Bürgerhaushaltes hätte, laut Auffassung der Gemeindeverwaltung, nur der Heimatverein Stücken von den Mehrwegbechern profitiert, aber nicht die Allgemeinheit. Aha, die massive Einsparung von Plastikmüll ist offenbar nicht im Sinne der Michendorfer Bürgerinnen und Bürger, die ebenfalls zahlreich an den Stückener Festivitäten teilhaben. Dass sich die Stückener bei der Benutzung der individuell gestalteten Becher noch etwas mehr mit ihrem Dorf identifizieren könnten, ist der Verwaltung egal. Becher mit dem Apfellogo der Gemeinde Michendorf sind “der geilere Scheiß”.

Was wohl die anderen 16 Vorschläge waren, die im Bürgerhaushalt keine Berücksichtigung fanden? Das ist nicht bekannt und wird wohl auch nicht veröffentlicht. Aber was sind nun laut Verwaltung die Vorschläge, die allen Michendorfern zugutekommen? Vorschlag 5 beispielsweise: Insektenfreundliche Pflanzungen. Wow, 10.000 Euro wäre man bereit, aus dem Bürgerhaushalt für Blumensamen auszugeben. Respekt. Die 7.500 Euro, die aktuell für die Verbesserung des Spielplatzes in Stücken geradezu zwanghaft über Fördermittel eingeworben werden (siehe Kurz gebloggt vom 21. Oktober), hätte man locker davon bezahlen können und einfach mal einen kinderfreundlichen Ort mehr in der Gemeinde geschaffen. Und auch dann hätte man noch mindestens 250 Kilo Wildblumensamen kaufen können und damit sicher den ein oder anderen Quadratmeter insektenfreundlich gestalten können.

Des Weiteren stehen auf der Vorschlagsliste: eine Tischtennisplatte für Michendorf, ein Bolzplatz für Wildenbruch, überdachte Sitzgruppen für Michendorf und Wildenbruch und Hochbeete für Wilhelmshorst. Ja, eindeutig, alles Vorschläge, von denen alle Michendorfer profitieren. Die Stückener fahren dann nach Michendorf zum Tischtennis spielen, nach Wildenbruch zum Fußball spielen und nach Wilhelmshorst, um sich an Blumenrabatten zu erfreuen. Ziemlich unrealistisch, nicht wahr?

Um die offensichtliche Benachteiligung einzelner Ortsteile beim Bürgerhaushalt und anderen Kleininvestitionen zu reduzieren, schlage ich vor:

Stärkt endlich die Ortsbeiräte und schafft den Bürgerhaushalt ab.

Wie soll das gehen? Seit diesem Jahr wird jedem Ortsteil ein Ortsteilbudget gemäß § 46 Abs. 3b, Brandenburgische Kommunalverfassung (BbgKVerf), zugestanden. Geradezu lächerliche 1.000 Euro erhält jeder Ortsbeirat zusätzlich, um es, ich zitiere:
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Blau-Weiß gewinnt emotionale Partie gegen United Teltow

Blau-Weiß21 Grad zeigt das Thermometer am Sonntagnachmittag des 30. Oktober 2022, als die Mannschaft von United Teltow F.C. (SV SuS) zur Partie gegen den FC Blau-Weiß Stücken antritt. Dem Untertitel des Teltower Namens sollte dieses Spiel allerdings nicht gerecht werden. SuS steht für Sport und Spaß. Hitzigkeit und Emotionalität im positiven wie negativen Sinne prägten stattdessen die Partie.

Dabei begann das Spiel unaufgeregt. Die Gäste aus Teltow haben zunächst die klareren Möglichkeiten, ehe Blau-Weiß nach zehn Minuten nicht nur die ersten Chancen hat, sondern auch den Führungstreffer erzielt. Patrick Bädelt steckt durch zu Paul Kasten, der den Ball am Teltower Keeper vorbei ins Tor schiebt (12.). Stücken ist jetzt deutlich besser im Spiel und schließt auch die fahrlässigen Freiräume für den Gegner im Mittelfeld. Der Ausgleichstreffer von United fällt durch einen umstrittenen Elfmeter. War das nicht eher ein Stolpern über die eigenen Füße? Schiedsrichter Riek sieht das anders. Teltows Dennis Dort lässt Stückens Torwart Heinicke keine Chance.

In der 30. Minute kippt die bislang unaufgeregte Partie. Nach einem Foul von Pascal König im Mittelkreis lässt sich sein Gegenspieler zu einer Tätlichkeit direkt vor den Augen des Schiedsrichters hinreißen. Für den Tritt in die Füße von König erhält der Teltower glatt Rot. Neutral betrachtet, kann es keine andere Entscheidung geben. Keine fünf Minuten später steht Schiedsrichter Riek erneut im Mittelpunkt. Nach einer geklärten Situation im Stückener Strafraum orientieren sich die Augen des Unparteiischen bereits in die Teltow Angriffshälfte. Da geht Stückens Marvin Tonn im eigenen Strafraum zu Boden. Mitspieler und Zuschauer reklamieren lautstark eine weitere Tätlichkeit. Teltows Erman Sert soll Tonn mit der Faust in den Rücken geschlagen haben. Was folgt, sind hitzige Diskussionen aufgebrachter Spieler und ein Schiedsrichter, dem kein Vorwurf gemacht werden kann. Er hat es schlicht nicht gesehen und kann den Teltower Spieler daher nicht vom Platz stellen. Es bleiben gelbe Karten für vehementes Meckern, eine sichtbare Prellung an Tonns Rücken und vermutlich ein Eintrag im Spielberichtsbogen. Teltow macht das einzig Richtige und nimmt den Hitzkopf zur zweiten Hälfte vom Feld.

In beiden Kabinen nutzt man die Pause zur Deeskalation. Vor dem Wiederanpfiff geben sich die meisten Heim- und Gästespieler die Hand und verständigen sich darauf, mit Fußball fortzufahren und die Fäuste stecken zu lassen. Und tatsächlich wird das Spiel deutlich fairer fortgesetzt. Kaum noch Fouls und faires Abklatschen, so geht es also auch. Tore werden auch noch geschossen. Zunächst geht in der 60. Minute der Gast aus Teltow in Führung. Ein auf rechts allein gelassener Dennis Dort überwindet Keeper Heinicke. Fast im Gegenzug der Ausgleich. Nach einem weiten Einwurf von Pascal König erzielt Paul Kasten per Kopf das 2:2. Doch Teltow ist nicht nur in dieser Phase deutlich spielstärker. Trotz Unterzahl kommen die Gäste immer wieder zu Abschlüssen. Stückens Torwart muss ein ums andere Mal klären. Bis er in der 75. Minute machtlos ist. United kontert mustergültig über das ganze Feld und Florian Mika erzielt den 3:2 Führungstreffer.

Geht da noch was für Stücken? Ja, und ob. Wütende Angriffe führen zu einer 100%-Chance von Bädelt. Ein Passversuch von Kasten wird zur Bogenlampe, die Bädelt, fünf Meter vor dem Tor frei stehend, einen Torschuss ermöglicht. Doch der direkt abgenommene Ball wird noch immer im nahegelegenen Wald gesucht. Bädelt bekommt noch eine weitere Chance. Bei einer Flanke in die Spitze kreuzt sich der Laufweg des Teltower Abwehrspielers mit Paul Kasten, der umgerissen wird. Ein Kann-Elfmeter. Patrick Bädelt tritt an und trifft, viel umjubelt, zum 3:3 Ausgleich (>>hier im Video<<). Und noch immer ist nicht Schluss. In der 90. Minute herrscht Chaos im Teltower Strafraum. Die Klärungsversuche scheitern und der eingewechselte Lukas Liebich schiebt den Ball über die Linie. Ekstase und Gänsehaut bei den Blau-Weißen Spielern und Fans. Am Ende steht ein 4:3 in einem aufregenden Spiel, in dem United Teltow vielleicht spielerisch besser war, doch die indiskutablen Tätlichkeiten wurden am Ende bestraft.

Stücken bleibt Achter in der Tabelle. Am kommenden Sonntag geht es dann zum Tabellennachbarn USV Potsdam II und am 20. November empfangen die Blau-Weißen den SV Ruhlsdorf II zum Heimspiel an der Seddiner Straße. Der Saisonüberblick mit allen Partien und den Stückener Torschützen ist hier zu finden.

Hier noch ein paar Impressionen zum Spiel:

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Kurz gebloggt … am 21. Oktober 2022

Kurz gebloggt - Stücken bloggtKurz gebloggt … heute u.a. mit diskutablen Kita-Kosten, einem Spielplatz, der auf Verbesserung hofft, einem Jubiläum, einer Ehrung und einer Begegnung der besonderen Art. Und das alles unter Berücksichtigung der gestrigen Ortsbeiratssitzung, sowie den aktuellen Gemeindenachrichten und dem Amtsblatt. (Anmerkung des Redakteurs: So ausführlich, wie es diesmal geworden ist, wird das Format sicher bald in “Lang geschwafelt …” umbenannt.)

Kurz informiert

  • Die Gemeindenachrichten und das Amtsblatt sollten alle Haushalte inzwischen in gedruckter Fassung erhalten haben. Wenn nicht, lassen sich die digitalen Fassungen hier herunterladen. Im nachfolgenden wird es NICHT noch einmal um die aktuelle Handhabung der Laubentsorgung gehen, die in den Gemeindenachrichten und auf der Webseite der Gemeinde erläutert wird und auch hier im Blog mehrfach Thema war. Ich werde auch NICHT darüber spekulieren, ob es bis Ende des Monats oder dann im November tatsächlich so weit sein wird, dass auch die Stückener einen Router von DNS:NET erhalten, um auf der Glasfaser-Hochgeschwindigkeitswelle mitsurfen zu können, wie es in den Gemeindenachrichten angekündigt wird. Seit mehr als 10 Monaten gelten die meisten Stückener Anschlüsse als “fertig”. Mal sehen, wann sie in den Status “surfbereit” übergehen.
  • Den Anwohnern der Querstraße und dem Ortsbeirat soll ein Licht aufgehen. Nicht nur von den örtlichen Straßenlampen, sondern auch über die Gebührenbescheide, die die Haushalte nach mehr als vier Jahren! erhalten haben. Demnach sollen die Hauseigentümer auf der Grundlage der Straßenbaubeitragssatzung für “die Verbesserung der Straßenbeleuchtung” zahlen, die bereits 2018 abgeschlossen wurde. Dass pro Haushalt dreistellige Gebühren fällig werden, ist dabei nicht das größte Ärgernis. Viele fragen sich: Wofür eigentlich? Dafür, dass in der Querstraße jetzt drei Arten Lampenkörper verbaut sind, bei gerade mal sieben Laternen? Dafür, dass im vergangenen Jahr eine Lampe monatelang ausgefallen ist, weil keine Ersatzteile für einen angeblich gerade erst “verbesserten” Beleuchtungskörper verfügbar waren? Diese und weitere Fragen will der Ortsbeirat mit der Verwaltung klären.
  • Höhere Gebühren ganz anderer Art kommen auf viele Eltern von Kita-Kindern in der Gemeinde zu. Wie die Gemeindeverwaltung mitteilte, tritt am 1. Januar 2023 eine neue Kita-Beitragssatzung in der Gemeinde Michendorf in Kraft. MAZ+ berichtete am 24. September, dass “Eltern mit niedrigerem Einkommen entlastet werden [und] vor allem Familien mit einem monatlichen Netto-Einkommen höher als 5000 Euro deutlich mehr zahlen.” So wird für alle Familien, die ein Monatseinkommen von mehr als 4951 Euro zur Verfügung haben, der Höchstbeitrag von 300 Euro auf 430 Euro für eine sechsstündige Tagesbetreuung angehoben. Nach Aussage von Annick Sargk-Sternad, Leiterin des Fachbereichs Soziales und Bildung, werden “Im Krippen- und Kita-Bereich … bei etwa 600 Betreuungsplätzen die Familien von 261 Kindern entlastet, die Eltern von 123 Kindern müssen künftig mehr zahlen.”. Laut Verwaltung sollten inzwischen alle Eltern die neuen Gebührenbescheide erhalten haben.
     
    Soweit die offiziellen Informationen vonseiten der Gemeindeverwaltung. Weitgehend ausgeklammert wird jedoch, dass die neue Satzung vor allem für Familien, deren Netto-Monatseinkommen über 4.000 Euro liegt, erhebliche Mehrkosten bedeutet. Sind mehrere Kinder im Kita-Alter, erhöhen sich die Kosten entsprechend weiter. Am vergangenen Dienstag berichtete MAZ+, dass sich die CDU-Fraktion in der Michendorfer Gemeindevertretung für die Aussetzung der aktuellen Kita-Beitragssatzung einsetzt. Auch die SPD-Fraktion sieht große Probleme darin, dass vor allem Familien über Gebühr belastet werden, in denen beide Elternteile arbeiten. Die CDU-Fraktion hatte in der Gemeindevertretersitzung am 19. September 2022 bereits gegen die neue Gebührensatzung gestimmt. Die SPD-Fraktionsmitglieder hatten sich enthalten.
     
    Eine Michendorfer Elterninitiative hat auf dieser Webseite Gebührenbeispiele aufgeführt, die eindrücklich zeigen, dass bald 9 bis 14 Prozent des Nettoeinkommens der Familien für die Kita-Gebühren anfallen werden. Das kann im Höchstfall eine Mehrbelastung von 260 Euro im Monat bedeuten. Die Forderung nach sozialverträglichen und fairen Kita-Gebühren wird sicherlich auch bei der Informationsveranstaltung thematisiert, zu der die Gemeinde, nach Aufforderung der Elternschaft, am 7. November 2022, um 18 Uhr, in das Gemeindezentrum “Zum Apfelbaum” nach Michendorf eingeladen hat.
  • Und weiter geht es mit den finanziellen Mitteln, die die Gemeinde für ihre jüngsten Bewohner bereit ist zu zahlen. Anfang des Jahres suchte die Gemeindeverwaltung nach Spielplatzdetektiven. Kinder sollten sich in einer Umfrage zu den im Gemeindegebiet vorhandenen Spielplätzen äußern. Die Auswertung dieser Befragung liegt nun vor und kann hier (als PDF) eingesehen werden. Für den Stückener Spielplatz “Am Weinberg” wurden zunächst eine Nestschaukel, eine Wippe, ein Klettergerüst und eine Rutsche als vorhanden identifiziert. Es gibt auch Sitzplätze, aber zu wenige. Gewünscht werden Hangel- und Balanciermöglichkeiten, eine gewöhnliche Schaukel, ein Sandkasten, Wackeltiere und ein Tunnel zum “durchkrabbeln”. Zudem sollten regelmäßig Mülleimer geleert, Rasenflächen gemäht und Spielgeräte gereinigt werden, vor allem von den Flechten. Der Spielplatz wird mit einem wenig schmeichelhaften “zu langweilig” kommentiert.
     
    Doch die Defizite sind längst bekannt. Spätestens seit dem 2. Platz beim letztjährigen Bürgerhaushalt hat die Gemeinde den Spielplatz in Stücken im Blick. Zwar wurde zunächst die Kostenschätzung für die “Sanierung des Spielplatzes am Weinberg und Schaffung eines Buddelkastens” von 5.000 Euro auf 2.000 Euro zusammengestrichen und nur noch von einem neuen Sandkasten gesprochen, doch mittlerweile sind auch neue Spielgeräte in der Planung. Die erforderliche Finanzierung soll jedoch nicht aus Haushaltsmitteln der Gemeinde erfolgen. Man hofft wieder einmal auf Fördergelder. Dazu wurde das Projekt am vergangenen Dienstag bei der regionalen Arbeitsgruppe der Lokalen Aktionsgruppe Fläming-Havel e.V. von Bürgermeisterin Nowka und Stev Reuter vorgestellt, der sich als Stückener Familienvater sehr für einen besseren Spielort für Kinder engagiert. Nun muss man abwarten, ob die Projektidee ausreichend Zuspruch erhält, so dass die Fördermittel bereitgestellt werden.
     
    Anmerkung: Bevor jemand auf die Idee kommt, hier würden immense Summen eingefordert, um vergoldete Schaukelsitzschalen anzuschaffen, hier geht es um eine Gesamtinvestitionssumme, die sich im Rahmen von 10.000 bis 15.000 Euro bewegen soll. Eine geradezu lächerliche Summe, wenn man bedenkt, dass die Kämmerin der Gemeinde durch den Verzicht der Stückener Vereine auf ein neues Mehrvereinsheim allein mehrere hunderttausend Euro einsparen wird.
  • Einen Lichtblick für die Kinderbelustigung gibt es dann doch. Die Rollerstrecke in der Kita „Storchennest“ ist fertiggestellt und wird am 11. November mit einem Kita-Laternenumzug eingeweiht.
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