Neue Wohnsiedlung “Am Sonneneck” in Stücken geplant

Werden hier bald Häuser stehen? Die potenzielle Baufläche an der Seddiner Straße im September 2020

Jeder Stückener wird wohl schon einmal von der Naeve-Wohnsiedlung gehört haben, die bereits seit Anfang der 1990er Jahre in Stücken geplant war. Nach einigem Hin und Her steht seit 2019 fest, dass es in Stücken eine Wohnbebauung unter dem Namen “Naeve” nicht mehr geben wird. Über die Wohnpark Naeve Grundstücksgesellschaft UG wurde am 17. Juni 2019 das Insolvenzverfahren eröffnet. Seit dem 8. November 2019 ist die Gesellschaft aufgelöst (Quelle: Northdata).

In Rot: Geltungsbereich des B-Plans 1a/2006 “Wohnpark Naeve – Seddiner Straße” mit möglichem Straßenverlauf “Am Sonneneck” auf einem Orthofoto vom Mai 2018. © GeoBasis-DE/LGB (2020), dl-de/by-2-0, Daten geändert

Seit Anfang 2020 ist nun die Grundstücksgesellschaft Mahlow West „Musikerviertel“ mbH aus Berlin, die u.a. das Musikerviertel Mahlow in Blankenfelde-Mahlow erfolgreich entwickelte, an einer Vollerschließung des Gebietes, mit anschließendem Verkauf der Parzellen, interessiert. Nach Auskunft der Grundstücksgesellschaft Mahlow befinden sich von den 43.200 qm Baufläche rund 35.000 qm bereits in ihrem Besitz. Für die übrigen Grundstücke laufen intensive Verhandlungen mit den Eigentümern.

Für den Kauf der Grundstücke und die Erschließung stehen 3 Mio. Euro zur Verfügung (MAZ, 15. April 2021). Die Gesellschaft wird in Vorleistung gehen und das Gebiet komplett erschließen (Straßenanbindung, Strom- und Wasser- und Gasanschlüsse, sowie Internet und Telefon). Die zwischen 700 und 1000 qm großen Grundstücke werden dann an Interessenten verkauft, die ihre Häuser ohne Bauträgerbindung völlig individuell errichten können. Bei der Planung wird nur unwesentlich vom noch immer gültigen B-Plan 1a/2006 “Wohnpark Naeve – Seddiner Straße”, Stand 2009 abgewichen. Demnach sollen 48 statt der damals genannten 47 Grundstücke erschlossen werden. Da auf eine zentrale Pflanzenkläranlage verzichtet wird, steht noch nicht fest, ob das Abwasser über dezentrale Sammelgruben oder Kleinkläranlagen entsorgt wird. In Abhängigkeit von den weiteren Verhandlungen mit der Gemeinde und den Grundstückseigentümern soll die Erschließung im Spätsommer 2021 beginnen.

Vom ursprünglich geplanten Straßennamen “Galgenbergring” hat sich die Gemeinde inzwischen verabschiedet. Mit Beschluss des Ortsbeirates Stücken aus dem März 2021 könnten sich potenzielle Bauherren/innen vom neuen Namen “Am Sonneneck” durchaus eingeladener fühlen. Über die aktuellen Entwicklungen wird weiter auf Stücken bloggt berichtet.

Lage der geplanten Wohnsiedlung am Westrand Stückens

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Deutschlandweites Pilotprojekt für mehr Wolfssicherheit startet in Stücken

Effektiv und lichtdurchlässig wird der neue Zaun sein. (Modellansicht)

Hinweis: Vor dem Weiterlesen bitte zuerst das Datum des Artikels beachten.

Spätestens nach den verstörenden Übergriffen von Wölfen auf Schafe in der Ortslage Stücken und mehrerer Nachbardörfer hätten sich deren Bewohner konkrete Maßnahmen seitens der Politik gewünscht. Möglicherweise wäre die Aufnahme des Wolfes in das brandenburgische Jagdgesetz (BbgJagdG) sinnvoll, um dessen Bestand in einem verträglichen Maß zu halten und damit sowohl die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhalten, als auch die Übergriffe auf Nutztiere zu verringern. Da der Wolf jedoch eine streng geschützte Tierart in Deutschland ist und nachweislich weder Schoßhunde spazierender Stadtbewohner,  noch Fohlen preisgekrönter Hengste, oder gar Kinder oder Rentner dem Wolf zum Opfer fielen, ist von Maßnahmen gegen den Wolf derzeit keine Rede.

Ein Schutzzaun nach höchsten Ansprüchen

Stattdessen überrascht das brandenburgische Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz (MLUK) mit einem wegweisenden Modellprojekt zum Schutz der Bevölkerung und der Nutztiere bei gleichzeitiger größtmöglicher Schaffung von Freiräumen für die Wölfe. In Kürze wird mit einer vollständigen Umzäunung der Stückener Ortslage begonnen. Damit wird erstmals die Anlage 1 “Zumutbare Maßnahmen zum Schutz von Weidetierbeständen vor Wolfsübergriffen” der brandenburgischen Wolfsverordnung (BbgWolfV) auch auf den Schutz von Menschen ausgedehnt und sogar noch erweitert. Konkret wird in den kommenden Tagen mit dem Bau eines 4 Meter hohen Wolfsschutzzaunes begonnen. Ein 2 Meter tiefer Betonsockel dient als Untergrabungsschutz, 13 stromführende Litzen mit jeweils mehr als 50.000 Volt Spannung sollen den Wolf vom Überklettern abhalten.

Der Strom wird von zehn 150 Meter hohen Windkraftanlagen erzeugt, die auf der höchsten Fläche der Gemarkung errichtet werden. Nach dem Vorbild des nahe gelegenen Borkheide werden die gesunden, aber beim angestrebten Brandenburger Waldumbau unerwünschten, Kiefern auf dem Weinberg abgeholzt und mit besonders schlanken Masten ökoenergiegerecht ersetzt. Mit einer Gesamtlänge von knapp 4 Kilometern wird der Zaun das Dorf vollständig umschließen. Die Kosten von rund 10 Millionen Euro werden von einem Ministeriumssprecher beiseite gewischt: “Im Endeffekt sind es nur Steuergelder, einzig und allein das Wohl des Wolfes, äh, der Menschen zählt.”

Das Fahrrad wird das Verkehrsmittel der Wahl

Mit Fertigstellung des Zaunes müssen sich die Stückener auf allerlei Einschränkungen gefasst machen. Das Dorf wird man fortan nur noch durch streng bewachte Türen verlassen können, durch die maximal ein Fahrrad passen wird. Somit entfällt der Bedarf eines Autos. Einkäufe des täglichen Bedarfs können per Fahrrad in den nur 10 Kilometer entfernten Nachbarorten Beelitz, Michendorf und Trebbin erledigt werden. Förderanträge für Lastenfahrräder werden großzügig genehmigt. “Der Verzicht auf jeglichen Autoverkehr ist ein weitere effektive Maßnahme, um das Überfahren von Wölfen zu verhindern.” so das Ministerium. Auf die Nachfrage, ob sich denn Radfahrer von Wolfsangriffen bedroht fühlen müssten, antwortete der Ministeriumssprecher ungewohnt pragmatisch: “Dann muss er halt etwas schneller fahren.”

Viele Probleme werden gelöst

Innerhalb Stückens gelten alle Straßen fortan als Fußgängerzone. Dies sorgte für spontane Jubelexzesse bei der Bürgerinitiative für einen sicheren Schulweg an der L73/Zauchwitzer Straße. Leider wird ein sicherer Schulweg zum Schulbus nicht mehr nötig sein. Die Schulpflicht wird in eine Homeoffice-Schulpflicht umgewandelt. Auch das Landesamt für Straßenwesen sieht nur Vorteile in der Abriegelung der Ortslage. So können hunderttausende Euro für die längst fällige Sanierung der Ortsdurchfahrt eingespart werden.

Dass aufgrund fehlender Zugänglichkeit zu den umliegenden Ackerflächen und Wiesen nun praktisch keine Landwirtschaft oder artgerechte Tierhaltung im ländlichen Raum betrieben werden kann, ringt dem auch für Landwirtschaft zuständigen Umweltministerium nur ein müdes Lächeln ab: “Wir setzen in den kommenden Jahren auf möglichst günstig produzierte Bio-Lebensmittel aus Osteuropa und Südamerika, die schon jetzt mit selbst erfundenen Qualitätssiegeln all unseren Erwartungen entsprechen.”

Zu guter Letzt ist auch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, kurz Gesundheitsministerium, von der Errichtung der Zaunanlage begeistert: “Binnen weniger Tage werden wir aufgrund fehlender Bewegungsräume der Einwohner den Covid-19/Corona-Inzidenzwert in Stücken auf Null gesenkt haben.” Schon jetzt laufen umfangreiche Planungen, das Pilotprojekt auch für eine Abriegelung von Berlin umzusetzen. Abriss- und Rodungsarbeiten auf dem ehemaligen Mauerstreifen haben bereits begonnen.

Trotz vieler offensichtlicher Einschränkungen können sich die Stückener damit trösten, dass sie nunmehr gesund und munter inmitten des Natur- und Wolfsschutzgebietes Nuthe-Nieplitz-Niederung (NaWoSchuGeb NNN), dem allerersten seiner Art in Deutschland, leben werden.

Über die fortschreitenden Bauarbeiten werden wir hier bei Stücken bloggt natürlich weiter berichten. Das nächste Mal allerdings nicht vor dem 1. April 2022.

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Sanierung des Stückener Pfarrhauses hat begonnen

Die Bauarbeiten am Pfarrhaus haben begonnen (31. März 2021)

Anmerkung: Dies ist ein Gastbeitrag des Gemeindekirchenrates Stücken und der Pfarrerin Nadja Mattern.

Seit zwei Jahren (und schon viel länger, wenn man all die Anläufe mitzählt, die schon seit Jahren unternommen wurden) kämpft der Gemeindekirchenrat für die Sanierung des Stückener Pfarrhauses. Die Fassade hat Risse, die Fenster und Türen sind undicht und von schlechter Qualität, die Heizung veraltet. Kurz gesagt: Das Pfarrhaus ist eine CO2 Schleuder, unansehnlich noch dazu.

Wie können Sie helfen?

Nach einem langen Vorlauf, vielen Überlegungen und Hürden geht es endlich los. Das Stückener Pfarrhaus wird rundherum saniert. Neben den energetischen Maßnahmen möchten wir als Kirchengemeinde aber auch die Gemeinderäume modernisieren und umbauen. Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung: Der Gemeinderaum soll mit neuer Beleuchtung und neuem Fußboden ein neues, einladendes Antlitz bekommen, um das Gemeindeleben in wohliger Atmosphäre zu neuem Leben zu erwecken. Verschiedene Arbeits- und Freizeitgruppen, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Gottesdienste im Winter, Kino-Abende und vieles mehr soll fortan möglich werden. Auch die sanitären Einrichtungen sollen in diesem Zuge modernisiert werden. Helfen Sie unser Pfarrhaus auch für die nächste Generation als Begegnungsort zu erhalten. Wir freuen uns über jede Unterstützung! Wir brauchen Spenden, aber auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Was wir schon erreicht haben

Die reine Feststellung, dass etwas passieren muss, reicht leider nicht aus. Eine Pfarrerin ist als Theologin ausgebildet, nicht als Architektin oder Bauingenieurin. Etwas naiv habe ich das Unterfangen begonnen und schnell festgestellt, dass ich professionelle Unterstützung brauche. Im Frühjahr 2019 hat Andrea Molkenthin im Kirchenkreis die Stelle der Baupflegerin übernommen. Einer ihrer ersten Besuche führte sie nach Stücken. Nachdem wir die eingestürzte Scheune räumen mussten, war die Dringlichkeit der Sanierung des Pfarrhauses auch in Lehnin angekommen. Frau Molkenthin hat uns in den letzten zwei Jahren mit Rat und Tat begleitet und keine Mühe gescheut, um die Sanierung des Pfarrhauses voranzubringen. Das Umweltbüro der Landeskirche, ein Klimamanager, ein Energieberater und natürlich auch der Denkmalschutz wurden in die Überlegungen mit einbezogen. Berechnungen mussten angestellt werden, um mögliche Einsparungen bei den Heizkosten in Abhängigkeit von den Maßnahmen zu ermitteln. Es war nicht immer leicht, zwischen den verschiedenen Entscheidungsträgern zu vermitteln. Dank der Unterstützung von Frau Molkenthin ist es aber gelungen. Wir haben die Genehmigungen, wir haben eine solide Finanzierung, und wir haben Fördergelder bewilligt bekommen. Die Heizung konnte schon vor Weihnachten 2020 ausgetauscht werden. Zu Ostern bekommt das Pfarrhaus neue Fenster. Anschließend wird die Fassade saniert, und die Eingänge werden neu gestaltet.

Informationen für Ihre Spende

Nach Ostern wird der Gemeindekirchenrat in Stücken einen Spendenrundgang machen und dabei finanzielle Unterstützung für die Neugestaltung der Gemeinderäume einwerben. Eine Spendenquittung können Sie bei Bedarf im Pfarrbüro erhalten. Wenn Sie Fragen haben oder uns tatkräftig unterstützen möchten, können Sie sich direkt bei mir melden. Gemeinsam mit dem Gemeindekirchenrat koordiniere ich den Einsatz für die Gemeinderäume.

Für Spendenüberweisungen können Sie folgende Kontoverbindung verwenden:

Empfänger: Kirchenkreis Mittelmark-Brandenburg
IBAN: DE 56 5206 0410 0103 9098 59
BIC: GENODEF1EK1
Kreditinstitut: Evangelische Bank eG
Verwendungszweck:   RT 4024, Spende Pfarrhaus Stücken

Vielen herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihre Pfarrerin,
Nadja Mattern
mattern.nadja@ekmb.de
0170-9572048

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MAIK – So entstand der Film von Aline Fischer in Stücken und Schäpe

Die damalige Beelitzer Spargelkönigin Cindy Demko beim Erstkontakt mit der Regisseurin Aline Fischer auf der Grünen Woche 2012 © Aline Fischer

Heute geht es zurück in den Sommer 2012. Wer Stücken bloggt verfolgt, wird inzwischen festgestellt haben, dass hier im Ort nicht selten für Film und Fernsehen gedreht wird. Oft reisen die Filmteams mit umfangreichem Equipment an und jede Drehminute ist durchorganisiert. Wenn aber kleinere Filmprojekte realisiert werden sollen, deren Budget nicht von Filmstudios oder Fernsehsendern gestemmt wird, muss man andere Wege gehen und auf viel lokale Unterstützung hoffen. Genau so geschah es vor knapp neun Jahren, als die damals noch unbekannte Regisseurin Aline Fischer mit ihren Mitstreitern der Babelsberger Hochschule für Film- und Fernsehen “Konrad Wolf” in Stücken und Beelitz vorstellig wurde.

Der 25-minütige Kurzfilm “MAIK”, der damals noch unter dem Arbeitstitel “Bewährung” produziert wurde, handelt vom namensgebenden Ex-Knacki Maik, der nach einem langen Gefängnisaufenthalt in seine Heimat zurückkehrt. Dort führt sein Bruder Paul den familieneigenen Spargelhof auf dem Maik eine Chance zur Bewährung erhält. Doch Maik hat Probleme sich unterzuordnen …

Hauptdarsteller Robert Kuchenbuch mit Filmkind Patric Lorenczat © Jacek Krupa

Szenen auf dem Spargelhof wurden mit echten Spargelstechern auf dem Jakobs-Hof in Schäpe gedreht, Stückens Parkhalle diente als Location für ein Spargelfest, zahlreiche Statisten wurden direkt vor Ort gecastet. Neben der damaligen Spargelkönigin Cindy Demko und dem Blasorchester Stücken auch zahlreiche Stückener Einwohner, die sogar sämtlichst namentlich im Abspann benannt wurden. Und dann war da noch die Szene mit dem Schaf. Natürlich ist keines der Skudden-Schafe von Herrn Langner zu Schaden gekommen …

Wenn man als Filmteam nur wenig Eigenmittel zur Verfügung hat, ist man auf viel (möglichst unentgeltliche) Unterstützung angewiesen. So übernahm der Gewerbeverein Beelitz Kost und Logis, und die Ortsbürgermeister der beteiligten Orte standen mit Rat und Tat zur Seite. Fleischer Meissner sorgte für eine satte Filmcrew. Regisseurin Aline Fischer, die inzwischen u.a. mit dem Berlinale-Film “Meteorstraße” internationale Anerkennung erlangte, schwärmt noch heute von den Dreharbeiten und den vielen freundlichen Akteuren vor Ort. Die Freundlichkeit gab sie mir auch jetzt wieder zurück, als sie nicht nur besonders schnell auf meine Anfrage antwortete, sondern auch ein umfangreiches Paket an Fotos von den Dreharbeiten schickte, von denen ich hier eine Auswahl präsentieren kann. Anschließend gibt es dann natürlich auch den Kurzfilm “Maik” zu sehen. Und wie gesagt, es lohnt sich, bis zum Abspann dabei zu bleiben.

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Küsters Busch, Schwarzer Weg und Grüner Steig? (Update)

Update vom 19. März 2021: Der Artikel und die Karte scheinen das Interesse von Ihnen geweckt zu haben. Erstaunlich oft wurde der Beitrag angeklickt. Schön. Mehr als 20 weitere Namen wurden mir mitgeteilt und in die Karte übernommen. Acht Ruten, Dämkensteig, Kuckucksberg und viele andere sind hinzugekommen. Dazu habe ich für alle Erhebungen (ich will nicht Berge sagen) die Höhe mit dem Digitalen Geländemodell (DGM) der Landesvermessung ermittelt. Vielen Dank für alle Rückmeldungen und weiterhin viel Spaß mit der Karte.

Artikel vom 15. März 2021: Wenn jetzt Ihr erster Gedanke war: Wo soll’n denn diese Orte sein? Nun ja, Küsters Busch und Grüner Steig sind für kleines Waldgebiet und eine Baumreihe am Rande von Stücken geläufig, Schwarze Wege verlaufen hinter dem Weinberg und Richtung Körzin. Diese Namen werden Sie bei Google Maps nicht finden. Doch wenn Sie sich mit den alt-eingesessenen Stückenern unterhalten, könnten genau solche Lagebezeichnungen fallen. Auch die jüngeren Stückener dürften ihre Probleme mit der Verortung haben. Auf der unten stehenden Karte habe ich mal zusammengetragen, welche umgangssprachlichen Ortsbezeichnungen in Stücken so geläufig sind. Einige Namen sind tatsächlich nur im Sprachgebrauch verbreitet, andere habe ich aus der Liegenschaftskarte der Landesvermessung (siehe Brandenburg Viewer) und aus OpenStreetMap übernommen.

Jetzt wissen Sie endlich, wo sich der Versunkene Krug befindet, sich die Ungeheuerwiesen erstrecken, dass man durch den Springebusch Richtung Körzin laufen kann und wo sich der Slawische Burgwall befindet. Und wenn Sie jetzt stutzen, weil Ihnen “Vor de Mölle” und “Hinter de Mölle” noch vollkommen fremd sind, dann lesen Sie doch mal diesen Artikel aus der MAZ.

Fehlt noch etwas? Schreiben Sie weitere Ortsbezeichnungen einfach in die Kommentare. Ich werde die Karte gern ergänzen.

Karte der umgangssprachlichen Ortsbezeichnungen in Stücken

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