Mehr als drei Stunden Livemusik – So war das Blasmusikfest 2026

Sonntagmorgen, 7 Uhr, Augen auf und schon ist man bedient. Es regnet, Mist. Heute ist doch Blasmusikfest in Stücken, draußen im Park, da kann man Regen nun mal gar nicht gebrauchen. Aber Sonne und 40 Grad, so wie am vergangenen Wochenende, wären auch unerträglich gewesen. Na gut, das Regenradar geprüft und für gut befunden und ab in den Park zu den Aufbauarbeiten. Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Es blieb trocken und wurde zwischenzeitlich sogar sonnig, bei angenehmen 21 bis 23 Grad.

Und so ließen sich die Freunde der Blasmusik nicht lange bitten und strömten in den Park. Die Beelitzer Blasmusikanten, das Feuerwehrorchester Görzke und das Blasorchester Stücken hatten ein umfangreiches Repertoire vertrauter Melodien vorbereitet und unterhielten die Blasmusikfreunde gut dreieinhalb Stunden, unnachahmlich moderiert von Thomas Petersdorf. Für besondere Abwechslung sorgten gleich fünf Alphornbläser. Und natürlich war auch wieder der Stückener Nachwuchs bei einigen Musikstücken mit dabei. Besonders geehrt wurden Manfred Röh für 60 Jahre Zugehörigkeit zum Stückener Blasorchester, Andreas Block ist schon 50 Jahre dabei und Horst Kieburg ist mit mehr als 80 Jahren noch immer spielendes Mitglied im Orchester und wird im kommenden Jahr ebenfalls sein 60-jähriges Orchestermitgliedsjubiläum feiern.

Die Gäste konnten vom reichhaltigen Kuchenbuffet wählen, das wie immer der Heimatverein aus den selbst gebackenen Kuchen der Stückener Einwohner zusammengestellt hatte. Der Förderverein der Feuerwehr servierte Grillfleisch und Bratwürste, die man mit frisch gezapftem Bier hinunterspülen konnte. Abgerundet wurde das Angebot mit einem Eiswagen aus Seddin. Um die Jüngsten kümmerten sich die Erzieherinnen aus der Kita Storchennest, die die Hüpfburg betreuten, sowie Carola und Beeke, die wieder für fantasievoll bemalte Gesichter sorgten.

So verging die Zeit wie im Flug und am Ende wurde dann von allen Orchestern gemeinsam Koline, Koline, der Gruß aus Klingenthal, der Fliegermarsch und die Märkische Heide geschmettert und so das Publikum noch einmal besonders begeisterte. Auch im nächsten Jahr wird es wieder ein Blasmusikfest in Stücken geben. Wie immer am ersten Sonntag im Juli, dann am 4. Juli 2027. Fühlen Sie sich jetzt schon herzlich eingeladen.
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Stücken feiert 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr

Ein Gruppenfoto muss sein. Die Mitglieder und der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehr Stücken vereint zum 100-jährigen Jubiläum

Seit 100 Jahren existiert die Freiwillige Feuerwehr Stücken. Generationen von Stückener Einwohnern engagierten und engagieren sich noch immer im freiwilligen Dienst an der Gemeinschaft. Grund genug, dieses runde Jubiläum in angemessenem Rahmen und etwas größer zu feiern. Und so fanden sich am frühen Abend des 3. Juli 2026 ehemalige und aktuelle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden und zahlreiche Gäste zu einem Festakt in der prächtig geschmückten Parkhalle Stücken zusammen.

Nach einem Sektempfang begrüßte Ortswehrführer Sören Kieburg die Feiergesellschaft und blickte in einer launigen Rede zunächst zurück auf die Geschichte der Stückener Wehr. Aus einer bürgerlichen Pflicht zur Hilfe bei der Brandbekämpfung wurde am 24. Juni 1926 mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Stücken ein Ehrenamt, dem man sich freiwillig verpflichten konnte. Freiwillige Feuerwehren gab es in Deutschland bereits seit den 1840er Jahren, wegen der hohen Brandgefahr zunächst in den Städten, später dann auch flächendeckend auf dem Land. Stücken gehörte fortan dazu und schrieb in den letzten 100 Jahren seine eigene Feuerwehrgeschichte.

Fritz Herrmann und „sein“ Barkas B1000

Den Überlieferungen zufolge begann alles mit 25 Mann und einer von Pferden gezogenen Handdruckspritze. Diese wurde später durch einen Feuerwehranhänger ersetzt, der meistens per Hand zum Einsatzort gezogen wurde. Moderner wurde es erst 1978, als auf Betreiben von Fritz Herrmann ein Barkas B1000 beschafft werden konnte. Dieser Kleintransporter war in Stücken 18 Jahre im Einsatz, bis er 1996 durch ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit 600 Liter Wasserbehälter (TSF-W) ersetzt wurde. Und auch dieses Fahrzeug ist inzwischen Geschichte. 2019 wurde der Stückener Wehr ein modernes Löschgruppenfahrzeug LF10 übergeben, das die Zahl der möglichen Einsatzkräfte bei einer Alarmierung auf neun erhöhte und auch sehr viel mehr Löschutensilien und Wasser zum Einsatzort transportieren kann.

Viele Einwohner werden sich noch an das kleine „Spritzenhaus“ in der Dorfmitte erinnern, das in seinem ursprünglichen Zustand noch bis 2001 erhalten blieb. Dann begannen die Umbauarbeiten, die sich bis ins Jahr 2004 zogen. Im alten Gebäude wurde der Schlauchturm deaktiviert und ein größerer Versammlungsraum, eine Küche und Toiletten komplett in Eigenleistung geschaffen. Zudem wurde eine Fahrzeughalle angebaut. Doch auch dieses Gebäude ist inzwischen zu klein. Seit einigen Monaten entsteht auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein neues Feuerwehrgebäude, das auch in der Zukunft die Anforderungen an eine moderne Freiwillige Feuerwehr Stücken erfüllt. Kieburg betonte, „… dass [dieser Neubau] ein Zeichen dafür ist, dass unsere Arbeit gesehen, geschätzt und unterstützt wird.“ In einer Woche erreichen die Bauarbeiten einen ersten Meilenstein, der mit dem Richtfest gebührend gefeiert wird.

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Stückener Galgenbergpokal 2026 – Spitzenleistungen trotz Mega-Hitze

Galgenbergpokal

Eine gern genossene Abkühlung für alle Anwesenden, ob klein oder groß

Der 27. Juni 2026 war ein Tag der Rekorde in Stücken. Nicht nur die Feuerwehrwettkämpfe am Galgenberg konnten mit Spitzenleistungen aufwarten, auch die vorhergesagten Rekordtemperaturen sollten sich als wahr herausstellen. Bis auf 41,3 Grad schraubte sich das Thermometer in den Nachmittagsstunden nach oben und verwandelte den Wettkampfplatz in einen Glutofen.

Während andernorts nicht nur Feuerwehrwettkämpfe, sondern (sportliche) Veranstaltungen aller Art abgesagt wurden, entschied man sich in Stücken für den Wettkampf. Zu viel Vorbereitung, eingekaufte Ware und fehlende Ersatztermine waren ausschlaggebend. Ein kreatives Anti-Hitze-Konzept sollte es für alle Beteiligten erträglicher machen. Doch dazu gleich mehr.

Bereits am Vormittag absolvierten die beiden Stückener Jugendteams ihre Läufe, auch wenn hier die Konkurrenz fehlte. Zu lange hatte man sich auf diesen Wettkampf vorbereitet. Nachdem die Jüngsten sich bereits wieder in den Schatten oder nach Hause zurückziehen konnten, begann auch der Wettkampf der Erwachsenen. Bürgermeisterin Claudia Nowka, Gemeindewehrführer Martin Griebel, Ortsbürgermeister Udo Reich und Fördervereinsvorsitzende Anja Krob begrüßten die Teilnehmer mit herzlichen und motivierenden Worten. Vier Frauenteams und 13 Männermannschaften maßen sich in der Disziplin Löschangriff nass und sammelten u. a. Punkte für den Brandenburger 4-Bahnenpokal 2026.

Bei den Frauen siegte in der TGL-Wertung die Mannschaft aus Libbenichen in einer Top-Zeit von 24,02 Sekunden, vor der Mannschaft aus Schwanebeck (26,35 Sek.) und dem Team aus Genschmar, welche die Bahn mit 31,62 Sekunden absolvierte. Die letztplatzierten aus Groß Muckrow hatten dann in der DIN-Wertung die Nase vorn. 24,90 Sekunden bedeuteten Platz 1 vor den Frauen aus Schwanebeck (25,53 Sek.) und dem Team aus Libbenichen in 26,77 Sekunden.

Galgenbergpokal

Individuelle Urkunden just-in-time, von Colin und Nico vor Ort realisiert

Bei den Herren griffen nun auch wieder die Lokalmatadoren aus Stücken mit ein. Doch selbst als amtierender Landesmeister gibt es für die Stückener in diesem Jahr keine komplette „Wettkampfsaison“. Für den Galgenbergpokal, weitere Läufe beim 4-Bahnenpokal und für die Kreismeisterschaften im September hat sich das Team neu formiert. Beim Galgenbergpokal reichte es bei beiden Wettbewerben schonmal für respektable 4. Plätze. In der TGL-Wertung liefen sie 22,52 Sekunden und in den DIN-Läufen stand am Ende mit 21,89 Sekunden immerhin eine Zeit unter 22 Sekunden zu Buche.
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Simsonfreunde locken Gleichgesinnte nach Stücken

Aus einer Bierlaune heraus entstehen manchmal die besten Ideen: „Lass uns mal ein Simsontreffen machen.“ So oder so ähnlich muss das wohl gelaufen sein, als sich die Simsonfreunde Stücken entschlossen, die vielen Mopedenthusiasten aus dem Umland nach Stücken zu einem Treffen mit gemeinsamer Ausfahrt zu locken. Dass da gleich sooo viele Rückmeldungen kamen, war den Veranstaltern dann doch nicht geheuer. Lieber mal auf die Einladungsbremse drücken. Am Ende kamen 150 Mopedfreunde und versammelten sich am gestrigen Samstagmorgen auf dem Platz hinter dem Fliederhof. Eine beeindruckende Sammlung an Simsons, Schwalben, Motorrädern u. a., getunt und weniger getunt, doch alle in zwei Merkmalen vereint: Top in Schuss und echte Liebhaberstücke.

Punkt 12 Uhr ging es dann auf die Ausfahrt über Blankensee, Löwendorf, Ahrensdorf, Märtensmühle zur Eismanufaktur nach Ruhlsdorf. Der Rückweg erfolgte dann in zeitweiser Regenbegleitung über Hennickendorf, Dobbrikow und Rieben nach Zauchwitz, wo alle Teilnehmer am Grill verköstigt wurden. Für die Hartgesottenen ging es dann noch einmal zurück nach Stücken, wo man den Tag in trauter Runde ausklingen ließ. Und sicher hat das positive Feedback der Teilnehmer für neue Motivation gesorgt, auch im kommenden Jahr, am 19. Juni 2027, ein Simsontreffen in Stücken zu veranstalten.

Zum Abschluss gibt es noch einige Impressionen in Form von Bildern und Videos.

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Kurz gebloggt … am 13. Juni 2026

Kurz gebloggt - Stücken bloggtKurz gebloggt… heute mit aktuellen und angekündigten Bauarbeiten, Geförderten, Geehrten und Gefiederten, zahlreichen Feierlichkeiten und einem unscheinbaren Ort …

Kurz informiert

  • Beginnen wir heute mit dem wohl aktuell wichtigsten Thema für unser Dorf. Wie weit sind die Bauarbeiten am neuen Feuerwehrgerätehaus? Der aktuelle Sachstandsbericht listet auf, dass die Maurerarbeiten im Erdgeschoss abgeschlossen sind, ebenso die Zimmererarbeiten für den Sozialtrakt. Derzeit werden die Aufsparrendämmung und die Lattung aufgebracht, anschließend werden die Dachziegel verlegt. Parallel dazu werden die Giebel gemauert. Mit dem Prüfstatiker läuft aktuell eine Abstimmung zum Holzbau der Fahrzeughalle. Die Trockenbau-, Estrich- und Metallbauarbeiten sind ausgeschrieben bzw. in Vergabe. In vier Wochen sind der Einbau der Fenster und Türen, sowie die Verlegung von Gas- und Elektroanschlüssen geplant. Parallel dazu wird der Innenputz erfolgen. Ein nicht öffentliches Richtfest ist für den 10. Juli 2026 vorgesehen. Mit bestem Dank an Nico gibt es hier noch ein paar spektakuläre Drohnenbilder zu sehen.
  • In Stücken sollen noch in diesem Jahr zwei neue Feuerlöschbrunnen erschlossen werden. Einer wird nahe dem neuen Feuerwehrgerätehaus in der Stückener Dorfstraße entstehen, ein weiterer in der Nähe des Sportplatzes in der Seddiner Straße.
  • Wenn voraussichtlich Anfang 2027 das neue Feuerwehrhaus bezogen wurde, rückt das alte Gerätehaus wieder in den Fokus. Wie bereits ausführlicher berichtet, ist für das Gebäude ein Umbau bzw. eine Umnutzung in ein Mehrvereinsheim angeschoben. Ende Mai sollte es eigentlich eine erste Vorentscheidung zu den Förderanträgen geben, nun wird die Entscheidung zu den GAK–Anträgen (GAK = Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes) im Juli erwartet. Seitens der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Fläming-Havel e. V. soll erst nach diesem Termin die Entscheidung des Vorstands bezüglich der LEADER-Förderung bekannt gegeben werden, da für das Projekt bei beiden Förderprogrammen Anträge eingereicht wurden. Sorgen macht jedoch aktuell der Umstand, dass für das Bauvorhaben die Baugenehmigung noch immer nicht vorliegt. Diesbezüglich ist man Kummer in Potsdam-Mittelmark gewohnt, die Genehmigungen für Bauanträge dauern inzwischen durchschnittlich elf Monate, wie es die MAZ bereits Anfang des Jahres thematisierte.
  • Unabhängig von einem zukünftigen neuen Versammlungstreffpunkt wird in den kommenden Monaten im aktuellen Gemeindezentrum ein WLAN-Zugang eingerichtet, der primär bei den Sitzungen des Ortsbeirates benötigt wird. Vor ein paar Jahren wurde bereits ein Router für das sogenannte WLAN-Brandenburg an der Außenwand des Gemeindezentrums installiert, der insbesondere touristischen Zwecken diente und für die Kommunen gefördert und kostenfrei nutzbar war. Leider war dieses WLAN für die Sitzungen im Gemeindezentrum weitgehend unbrauchbar. Endlich wird hier Abhilfe geschaffen und hoffentlich von Anfang an auch im neuen Mehrvereinsheim/Gemeindezentrum mit bedacht.
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