Fastnachten 2026 – Der Bär und die sieben glücklichen Gewinner

Gewinner

Endlich ist die Maske runter. Marwin war der Fastnachtsbär 2026

Fastnachten in Stücken ist erst durch den Fastnachtstanz und das Bärenschlachten komplett. Und so ging es nur wenige Stunden nach dem Zemper-Umzug in der Parkhalle weiter. Die Banausen ließen sich musikalisch nicht lange bitten, und junge und junggebliebene Stückener und ihre Gäste hatten große Freude am gemeinsamen Feiern.

Nach einer guten Stunde fand die mit Spannung erwartete Kostümprämierung statt. Wer konnte die meisten Stimmen auf sich vereinen? Am Ende gab es zwei Erstplatzierte mit einer identischen Stimmenzahl. Alle Gewinner im Einzelnen:

  • Platz 1: Drei Hexen auf dem Tandem-Besen
  • Platz 1: Glinda und Elphaba aus Wicked
  • Platz 3: Frische Stückener Landeier
  • Platz 4: 200 Jahre FF Stücken
  • Platz 5: Die Stückner Draufgänger
  • Platz 7: Die Waschanlage
  • Platz 7: Die Ahrensdorfer Rentner

Und hier im bildlichen Vergleich:

Wenig später ging es dann dem Bären an den Kragen. In einer straff choreografierten Performance schluckte der Bär Kugel um Kugel, bis er oscarreif zusammenbrach. Fix wurde ihm das Blut abgenommen und den Gästen gereicht. Ich sag mal so: Wer davon getrunken hat und es überlebte, wird in diesem Jahr nicht mehr krank. Der tote Bär wurde mit der Schubkarre aus der Halle verfrachtet und erschien wenig später mitsamt seinem Gefolge zur Demaskierung. In diesem Jahr steckte Steffen unter der Maskerade des Jägers, Finlay spielte den Schlächter, Pascal den Führer des kleinen Bären, der wiederum von Max gespielt wurde. Basti hatte den Knochenjob an der Kette des großen Bären. Und unter dessen Maske steckte zum ersten Mal Marwin Tonn, der während des gesamten Tages, wie seine Kollegen, einen tollen Job ablieferte. Der verdiente tosende Applaus verabschiedete die Helden des Tages, und fortan übernahmen die tanzfreudigen Gäste das Parkett. Die 98. Auflage der traditionellen Stückener Fastnachten findet am 6. Februar 2027 statt.


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Stellungnahme zum Einsatz des Sachbereiches Ordnung beim Zempern im Ortsteil Stücken

Im Sinne der vollständigen Dokumentation der Ereignisse der vergangenen Tage wird hiermit die Stellungnahme der Gemeinde Michendorf zu den auf dieser Seite dargestellten Vorwürfen im Rahmen der Veranstaltung Fastnachten in Stücken veröffentlicht. Das Original als PDF ist hier einsehbar. Zum Zweck der besseren Lesbarkeit ist der Text nachfolgend 1:1 dargestellt.

Gerne möchte die Gemeinde zu den Vorwürfen auf der Plattform „Stücken bloggt“ vom 8. Februar 2026 sowie zu den Beiträgen in den sozialen Medien zum Zempern im Ortsteil Stücken Stellung nehmen und die Sachverhalte darlegen.

Festzuhalten ist, dass es ein großes Anliegen des gesamten Teams der Gemeinde ist, die Vereine und das Brauchtum bestmöglich zu unterstützen. Dies gilt auch für das Zempern in Stücken am vergangenen Samstag.

Warum nahm der Sachbereich Ordnung am Festumzug teil?

Damit ein Festumzug und Feierlichkeiten auf öffentlichen Straßen im Gemeindegebiet stattfinden können, muss hierfür eine verkehrsrechtliche Anordnung (VAO) bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreis Potsdam-Mittelmark beantragt werden. Dies ergibt sich aus § 29 Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung. Hiernach bedürfen Veranstaltungen, für die Straßen mehr als verkehrsüblich in Anspruch genommen werden, der Erlaubnis. Das ist der Fall, wenn die Benutzung der Straße für den Verkehr wegen der Zahl oder des Verhaltens der Teilnehmenden oder der Fahrweise der beteiligten Fahrzeuge eingeschränkt wird…Veranstaltende haben dafür zu sorgen, dass die Verkehrsvorschriften sowie etwaige Bedingungen und Auflagen befolgt werden. Voraussetzung für die Genehmigung des Antrages ist folglich die Einhaltung der vom Landkreis Potsdam-Mittelmark vorgeschriebenen Sicherungsmaßnahmen. Diese dienen dazu, die Sicherheit aller am Umzug Beteiligten zu gewährleisten.

Für die Beantragung der VAO ist grundsätzlich der Veranstalter zuständig. Dies wäre hier der Heimatverein Stücken gewesen.

Um die Vereine und das Ehrenamt bei der Durchführung von Veranstaltungen zu unterstützen, hat die Gemeindeverwaltung die Vereine bisher bereits bei der Antragstellung unterstützt und die für den Laien z.T. schwer ausfüllbaren Anträge zur verkehrsrechtlichen Anordnung inklusive dem Sicherheitskonzept beim Landkreis beantragt.
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Kommentar: Gemeinde Michendorf torpediert systematisch Fastnachtstradition in Stücken

Fastnachtstradition

Hinweis vom 10. Februar 2026: Eine Stellungnahme der Gemeinde zu den Vorwürfen ist hier zu finden und darf gern auch dort kommentiert werden.

Am diesjährigen Fastnachtsumzug in Stücken nahmen noch mehr fantasievolle Kostüme, noch mehr (teils) gruselige Masken und noch mehr selbst gebaute Wagen als in den Vorjahren teil. Engagierte Blasmusiker legten sich für die gute Stimmung ins Zeug und auch die Bärengruppe war mit jugendlichem Elan voll bei der Sache. Obwohl das die besten Zutaten für ein besonders ausgelassenes und fröhliches Fastnachtsfest sein sollten, waren viele Teilnehmer genervt, aufgebracht oder gar missmutig.

Das hatte eine Person zu verantworten, die sich, gewandet in leuchtender Ordnungsamtsweste, dazu verpflichtet fühlte, endlich mal mit Paragrafen und Vorschriften dem unsäglichen anarchischen Fastnachtstreiben in Stücken Einhalt zu gebieten. Erstaunlicherweise ist sie die einzige Person weit und breit, die hier eine Veranlassung zum Handeln sieht. Aus 97 Jahren Fastnachtsgeschichte in Stücken ist nicht bekannt, dass es Anzeigen von Autofahrern gegeben hätte, die in einem einstündigen Zeitfenster ausnahmsweise einmal die Landesstraße 73 in Schrittgeschwindigkeit passieren müssen. Auch die Busfahrer und ihre Passagiere im Linienbusverkehr werden über eine zweiminütige Verzögerung hinwegsehen können. Ebenso liegen dem Heimatverein keine Unterlassungserklärungen vor, in denen die Bitte um eine Spende von den Durchfahrenden als Erpressung oder Wegezoll angeprangert wurde.

All das und noch viel mehr ist dem Ordnungsamt Michendorf und damit der Gemeinde Michendorf ein Dorn im Auge. Auf der Grundlage einer irrationalen Bedrohungslage verlangte die Vertreterin der Gemeinde ultimativ, dass das Feuerwehrfahrzeug den Abschluss des Umzuges bilden muss, um möglichen Attentätern einen Anschlag auf den Fastnachtsumzug zu erschweren. Das hatte der Stückener Ortswehrführer bereits vor Wochen aus Kapazitätsgründen abgelehnt. Der Gemeindewehrführer Michendorfs wurde bezüglich dieser Amtsanmaßung erst gar nicht einbezogen. Der Fastnachtszug wurde angehalten, die 600 Meter Landesstraße durch den Ort so schnell wie möglich zu absolvieren und die Einschränkungen für den Durchgangsverkehr so gering wie möglich zu halten. Wir erinnern uns. Beim Zempern wird von Haus zu Haus gezogen. Vor jeder Tür wird ein Lied gespielt und mit den Bewohnern getanzt und Spenden eingesammelt. Selbst für Laien sollte klar sein, dass es hierbei nicht um Geschwindigkeit gehen kann.

Nicht in Verantwortung des Ordnungsamtes, jedoch seltsam in seiner Gleichzeitigkeit zu den neuerlichen Ordnungsamtsmaßnahmen. Einmalig in der 97-jährigen Stückener Fastnachtsgeschichte fühlte sich das Veterinäramt des Landkreises Potsdam-Mittelmark berufen, den Grillstand einer Stückener Familie bzgl. der Einhaltung der Hygienevorschriften zu prüfen. Das muss man sich mal vorstellen. Privatpersonen grillen und spenden Bratwürste seit Jahren an die Dorfgemeinschaft und werden zum Dank verdächtigt, dass sie ihre Nachbarn absichtlich mit unhygienischen Speisen gefährden. Das wird auch für die Fastnachtsfreunde in all unseren Nachbardörfern eine beunruhigende Nachricht sein. In anderen Orten wird vor nahezu JEDEM Haus gegessen und getrunken. Nach Auffassung des Veterinäramtes sind das dann alles potenzielle Gesundheitsgefährdungen.

Doch auch das ist längst nicht alles, was die Stückener wütend macht. Bereits für das kommende Jahr wurde angekündigt, dass der Heimatverein ein Sicherheitskonzept für den Fastnachtsumzug erstellen muss. Außerdem soll ab dem kommenden Jahr ein Vermummungsverbot gelten. Sie haben richtig gelesen und es ist leider kein verfrühter Aprilscherz. Der Kern der Stückener Fastnacht soll verschwinden: Teilnehmer des Umzuges versuchen sich so zu maskieren und zu verkleiden, dass sie selbst von Nachbarn und Freunden nicht erkannt werden und sich erst beim Demaskieren zu erkennen geben. Jetzt soll jemand den Zug mit einer Liste begleiten und bei jeder Maske erfragen, wer unter selbiger steckt, und dies natürlich notieren. Allein das Schreiben dieser beiden Sätze lässt mich in ohnmachtsartige Heiterkeit verfallen. Und, Achtung Satire, bisher wurde noch nicht bekannt gegeben, dass es im nächsten Jahr auch ein Verbot geben wird, den verkleideten Bär an einer Kette durchs Dorf zu führen, weil dies gegen den Tierschutz verstößt.

Egal, was da noch für Maßnahmen vonseiten der Gemeinde Michendorf durchgesetzt werden sollen, eines sei an dieser Stelle garantiert: Nur Krieg und Corona verhindern Fastnachten in Stücken. Keinesfalls eine überambitionierte Ordnungsamtsmitarbeiterin der Gemeinde. Mit dieser Maßnahme hat die Gemeinde nicht nur den verantwortlichen Heimatverein und die Freiwillige Feuerwehr, sondern alle Einwohner Stückens gegen sich aufgebracht, die sich der Dorfgemeinschaft verbunden fühlen.

Und jetzt seid Ihr an der Reihe. Schreibt bitte alle in die Kommentare, wie es Euch mit den gestrigen Maßnahmen ergangen ist und was Ihr von den zukünftigen Maßnahmen haltet. Alle Kommentare, Beleidigungen und Drohungen ausgenommen, werden veröffentlicht. (Achtung! Kommentare muss ich zwingend genehmigen und schaffe es nicht immer sofort. Bitte geduldig sein, alle Beiträge werden veröffentlicht.)


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Heute vor … 20 Jahren: Fastnachten in Stücken 2006

Fastnachten

Fastnachten 2006 im Schneetreiben. Wird’s in diesem Jahr genauso?

Am kommenden Wochenende wird wieder Fastnachten in Stücken gefeiert. Anlass genug, um mal wieder im Archiv zu schmökern und eine kleine Bildergalerie aus dem Jahr 2006 hervorzukramen. Offensichtlich musste sich der Zemperumzug, der am 4. Februar 2006 stattfand, mit widrigen Witterungsbedingungen herumschlagen. Kälte und Schnee machten der recht kleinen Schar Teilnehmer und auch dem Stückener Blasorchester zu schaffen, sodass selbst der letzte Abschnitt durch die Seddiner Straße in einer dicht gedrängten Truppe absolviert wurde.

Dass Fastnachten in Stücken etwas Besonderes ist, hat erst vor ein paar Tagen Herr Steglich in einem längeren Artikel in der MAZ erläutert, als er die Fastnachtsbräuche der Region miteinander verglich. Offenbar nur bei uns sind die (meisten) Teilnehmer am Umzug voll maskiert und der Bär wird zum Umzugsbeginn mit dem Viehtransporter geliefert, sowie beim abendlichen Tanz rituell „geschlachtet“. Aus einem weiteren Grund lohnt der Blick in die Zeitung. Am Ende wird das älteste bekannte Foto der Stückener Fastnachtstradition gezeigt. Die Aufnahme entstand Ende der 1920er Jahre vor der Hoftür des Pfarrhauses. Der Bär sah deutlich anders aus als heute und viele Begleiter des Zemperumzuges waren nicht verkleidet. Aber ohne Musiker ging es schon damals nicht, wie die Instrumente einiger Teilnehmer beweisen.

Grund genug, auch am 7. Februar 2026, ab 9 Uhr zum Zempern wieder mit dabei zu sein, oder abends ab 20 Uhr (ohne Kostüm) bei der Tanzveranstaltung in der Parkhalle.

Hier nun die Bildergalerie zum Fastnachten in Stücken 2006:

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Stückener Feuerwehr bilanziert, macht Gerätedienst und feiert doch noch Knutfest

Feuerwehr

Die Baustelle der neuen Stückener Feuerwehr im Winterschlaf

War es tatsächlich das letzte Mal, dass die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stücken in der Fahrzeughalle des alten Feuerwehrgebäudes stattgefunden hat? Optimisten glauben an den Zeitplan für den Bau des neuen Gebäudes und den anvisierten Übergabetermin Mitte Dezember 2026. Pessimisten sind eher skeptisch, da die Baustelle witterungsbedingt noch immer eine Pause machen muss, es offiziell erst Ende Februar weiter gehen soll und wer weiß, was dieses Jahr noch so alles passiert. Nun ja, lassen wir uns (hoffentlich positiv) überraschen.

Doch das neue Feuerwehrgebäude wurde nur ganz am Rande der Jahreshauptversammlung thematisiert. Wichtiger war dann doch die Rückschau auf die Einsätze und Aktivitäten des vergangenen Feuerwehrjahres. Ortswehrführer Sören Kieburg hatte wieder einmal umfangreiche Statistiken vorbereitet. 2025 hatte die Stückener Feuerwehr insgesamt 46 Einsätze. Davon allein 24 im Zeitraum zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Mit 22 waren knapp die Hälfte der Alarmierungen Brandeinsätze. Hinzu kamen sechs Verkehrsunfälle, zu denen schwere Motorradunfälle und Unfälle auf der Autobahn gehörten. Der Rest der Einsätze verteilte sich auf Hilfeleistungen, Türöffnungen, Tragehilfen, technische Hilfeleistungen Natur (bspw. Windbrüche bei Sturmereignissen) und ausgelöste Brandmeldeanlagen.

Dabei leisteten die Kameraden mit 343 Stunden satte 102 Stunden mehr Einsatzzeit als im Vorjahr. Das LF10 Löschfahrzeug war durchschnittlich mit sechs von maximal neun Feuerwehrleuten belegt. Besonders eifrig zeigte sich Benno Heese, der bei 34 von 46 Einsätzen mit dabei war. Ebenso bemerkenswert ist die weiterhin hohe Zahl an Atemschutzgeräteträgern (AGT) in der Stückener Wehr. Gleich zwölf der 24 aktiven Feuerwehrleute besitzen diese Qualifikation.

Womit auch schon die zweite Säule der freiwilligen Feuerwehrarbeit thematisiert wurde: die fortlaufende Aus- und Weiterbildung. Während des vergangenen Jahres absolvierten die Feuerwehrleute Ausbildungen in der Wasserentnahme, der Türöffnung und der Brandbekämpfung im Innenangriff, sowie zwei AGT-Läufe. Zwei Kameraden beendeten erfolgreich ihre Truppmann-1-Ausbildung, zwei ließen sich zu Maschinisten weiterbilden und drei Kameraden absolvierten einen Sprechfunklehrgang. Zusammen mit Versammlungen, Gerätediensten und anderen Verpflichtungen summierten sich diese Aktivitäten und Einsätze auf nahezu exakt 2.000 Stunden freiwillige Tätigkeiten in der Stückener Ortswehr.
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