Am heutigen sonnigen Sonntagnachmittag empfingen die Blau-Weißen Stückener die Mannschaft des SV Concordia Nowawes an der Seddiner Straße.
Von Beginn an entwickelte sich ein Spiel mit zahllosen Tormöglichkeiten, zunächst nur für die Hausherren. Chancen im Minutentakt setzten die gegnerische Abwehr und vor allem auch den Torwart unter Druck. Der zeigt anfangs Nerven und kann ein ums andere Mal den Ball nicht festhalten und muss nachfassen. Doch Nowawes kommt glimpflich davon. So geht das bis zur 13. Minute. Dann legt sich Patrick Bädelt den Ball zentral zum Freistoß zurecht und schießt ihn aus 18 Metern platziert ins linke untere Toreck. Torwart Mund ist noch mit den Fingerspitzen dran, kann aber nicht mehr entscheidend klären (>> hier im Video <<).
Stücken setzt sofort nach. Manu Stuwe übernimmt an der linken Strafraumkante den Ball und hämmert die Kugel unnachahmlich und platziert auf den Kasten. Diesmal ist Nowawes Keeper auf dem Posten und klärt mit beiden Fäusten. Im Gegenzug spielt Nowawes zum ersten Mal eine Kombination über drei Stationen. Doch die hat es in sich. Zunächst fliegt der Ball von links an die Strafraumkante. Von dort wird er nach rechts in die Füße von Kemal Bero weitergeleitet. Der zieht ab und trifft aus halbrechter Position unhaltbar ins linke Toreck. 1:1 nach 18 Minuten.
Denn weiterhin spielt nur eine Mannschaft. Stücken bleibt aggressiv und erspielt sich Torchancen am Fließband. Die Größte hat Bädelt in der 23. Minute. Nach einem Eckball und Chaos in der gegnerischen Abwehr kommt Bädelt zehn Meter vor dem Tor an den Ball und setzt ihn knapp rechts am Tor vorbei. Auch fünf Minuten später ist der Nowaweser Torwart schon geschlagen. Nach einem Missverständnis in der Abwehr fliegt der Ball schon Richtung Nowaweser Tor, doch Paul Kasten kann die Kugel nicht mehr die fehlenden Zentimeter über die Torlinie drücken.
Die bisher besten 30 Stückener Minuten der aktuellen Saison treiben Trainer Thomas Hantke in die Verzweiflung. Hier muss es 2:0 oder 3:0 stehen, aber nicht 1:1. Bis zur Pause drängt Stücken weiter. Klare Tormöglichkeiten bleiben aus, obwohl auch die Zahl der Stückener Ecken und Freistöße bald schon zweistellig ist.
Nach der Pause fliegt so eine Ecke von Robert Fuhrmann in den Strafraum. Karl Marohn steigt hoch und drückt den Ball perfekt gegen die Laufrichtung des Torwarts in die rechte Torecke. Doch dort klärt ein Nowaweser Abwehrspieler mit dem Kopf (>> hier im Video <<). Zwei Minuten später ist der Ball eigentlich schon von Nowawes geklärt. Doch Patrick Bädelt erläuft den Ball vor der linken Auslinie und schlägt aus vollem Lauf eine präzise Flanke in den Strafraum. Dort fliegt Marohn heran und köpft den Ball wuchtig und unhaltbar ins Tor.
Nun kehrt Ruhe ins Spiel ein. Die Gäste kommen ab und an vor den Stückener Kasten, ohne jedoch klare Chancen zu kreieren. Doch plötzlich steht es 2:2. Ein Einwurf findet den völlig frei stehenden Anton Zinke, der keine Mühe hat, den Ball unhaltbar am rechten Innenpfosten vorbei ins Tor zu köpfen. Da waren 60 Minuten gespielt und Stücken musste wieder mehr machen, um hier zu gewinnen. Und tatsächlich gelingt es ihnen das Heft an sich zu reißen. Aggressives Pressing ermöglicht den erneuten Führungstreffer. Auf der rechten Außenbahn erobert zunächst Clemens Krause den Ball und verliert ihn. Doch Sören Kieburg wirft sich in den gegnerischen Angriffsversuch. Der Ball landet bei Sebastian Stoof, der die Kugel zu Karl Marohn weiterleitet. Der kopiert das 1:1 der Gäste, indem er den Ball von der rechten Strafraumkante abzieht und unhaltbar ins linke Toreck trifft.
Blau-Weiß versucht es weiter mit hohen Bällen auf Kasten und Marohn. Sie kämpfen um jeden Ball, doch es fehlen die klaren Torabschlüsse. Dann erreicht ein Steckpass Paul Kasten vor dem Strafraum. Er lässt seine Doppelbewachung unnachahmlich stehen und schiebt den Ball rechts am Keeper vorbei ins Tor. 4:2 in der 87. Minute. Puh, das sollte es gewesen sein. War es nicht … und was dann passiert, lässt Spieler, Trainer und Fans schier verzweifeln.
Im Gegenzug zum 4:2 fliegt ein langer Ball in den Stückener Strafraum. Der dort erreichte Stürmer schiebt den Ball vor das Tor, wo der völlig frei stehende Emil Kaufhold keine Mühe hat, den Ball über die Linie zu drücken. Das ist der Anschlusstreffer und noch immer sechs Minuten mit Nachspielzeit zu spielen. Dann kommt die 94. Minute und Concordia hat einen Freistoß an der linken Strafraumkante. Anton Zinke schlägt den Ball flach in die Stückener Mauer, von dort wird er abgefälscht und landet unhaltbar im Stückener Tor.
Am Ende wurde mal wieder über die ein oder andere Situation mit dem Schiedsrichter diskutiert. Geschenkt. Der junge Schiedsrichter Jannis Quasbarth hatte die Partie im Griff und bewertete die entscheidenden Situationen korrekt. Viel wichtiger ist jedoch: Blau-Weiß hätte das Spiel klar gewinnen müssen. Sie waren über weite Strecken die deutliche bessere Mannschaft und haben sich viele, teils klare Chancen erarbeitet. In der Abwehr wurde es dem Gegner viel zu leicht gemacht. Am Ende reichten Concordia eine Handvoll Chancen, um vier Tore für ein schmeichelhaftes Unentschieden zu erzielen. Entsprechend ernüchtert waren Mannschaft und Trainer nach dem Spiel. Am kommenden Wochenende geht es zur SG Bornim nach Potsdam, eine Woche später ist der ESV Lok Potsdam zu Gast in Stücken. Der Saisonüberblick mit allen Spielen ist wie immer hier zu finden.
Hier noch eine Galerie mit 13 Bildern vom Spiel:
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Okt. 16 2025
SOKO Wismar – Stückener Dorfstraße dient wieder als Filmkulisse
In der 6. Episode “Schatzinsel Poel” wird ein Toter hinter den Höfen der Dorfstraße unweit der Betonstraße gefunden (ab Minute 2:07) Schön zu sehen, wie die Ermittler dann auch über die betonierte Piste auf dem beliebten Spazierweg laufen (3:50 min). Ein der Verdächtigen wird beim Holzhacken ausgefragt. Auch dieses Grundstück liegt an der Stückener Dorfstraße. Für die 7. Folge der 21. Staffel wanderte man dann mit der Kamera einfach ein paar Häuser weiter. Herr Bahlow “wohnt” in der Episode “Doppeltes Seebegräbnis” ebenfalls in einem Haus an der Stückener Dorfstraße (erstmals zu sehen ab Minute 11:12).
Die Ergebnisse der umfänglichen Dreharbeiten sind als Folge 4: Unter Nachbarn, Folge 6: Schatzinsel Poel und Folge 7: Doppeltes Seebegräbnis in der ZDF-Mediathek noch bis zum 7. Januar 2026 zu sehen.
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Sep. 23 2025
20,90 Sekunden! FF Stücken ist Landesmeister 2025 im Löschangriff nass
Update vom 23. September 2025: Unsere Youtube-, Facebook- und Instagram-Follower haben es sicher schon gesehen, hier für alle das Video zur Landesmeisterschaft. Der Lauf ins Glück, die Siegerehrung und der Empfang zu Hause im Schnelldurchlauf. Viel Spaß damit.
Artikel vom 21. September 2025: Was für eine Leistung! Das Wettkampfteam der Freiwilligen Feuerwehr Stücken hat am gestrigen Samstag in Doberlug-Kirchhain zum zweiten Mal nach 2015 den Brandenburgischen Landesmeistertitel im Löschangriff nass errungen. In einem Wettbewerb gegen 39 Männermannschaften aus ganz Brandenburg war Stücken mit 20,90 Sekunden nicht nur das schnellste Team, sie liefen als erste Mannschaft bei einer Landesmeisterschaft die Wettkampfbahn in unter 21 Sekunden.

Beim Siegerfoto in Ekstase: In grünen Trikots von links: Sören, Colin, Patrick, Finlay, Edelfan Dr. Richard Münder, Kay, Sven, Clemens und Edelfan Theo
Mit dem Mute der Verzweiflung wurde in den Tagen vor der Meisterschaft noch etwas intensiver als üblich trainiert, doch niemand wollte so recht dran glauben, dass es am Ende für einen Spitzenplatz reicht. Der Wettkampf mit zwei Läufen je Team begann am Samstagvormittag mit 20 Frauen- und 40 Männermannschaften. In gemischten Läufen mit 2-3 Mannschaften wurden die Stückener in den Lauf 9 gelost. Ziemlich genau im Mittelfeld. Willmersdorf-Stöbritz legte zunächst eine 21,67 vor. Stücken konterte bereits im ersten Lauf mit 20,90 Sekunden. Colin als rechter Spritzer markierte die Endzeit, sein linker Partner Sören war mit 20,61 Sekunden sogar noch ein wenig schneller. Da war es gerade 12:15 Uhr, Mittagszeit.
Fortan begann eine quälend lange Wartezeit für die Stückener Wettkämpfer, die mitgereisten Fans und Unterstützer und die Daheimgebliebenen, die per Whatsapp und Live-Ergebnisdienst mitfieberten. Die größten Konkurrenten aus Zerkwitz (21,34 Sekunden) und Genschmar (21,45 Sekunden) liefen gute Zeiten, kamen aber nicht an Stücken heran. Dann folgte noch der komplette 2. Durchlauf mit allen Mannschaften. Stückens Zeitmesser blieb bei 21,89 Sekunden stehen, doch der Lauf blieb ohne Wertung. Der Saugkorb war abgefallen. Nur noch zweimal wurde im zweiten Abschnitt überhaupt eine Zeit unter 22 Sekunden gelaufen. Groß Lübbenau erreichte 21,96 Sekunden und Neschholz sprang als einer der letzten Starter mit 21,60 Sekunden noch auf Platz 4. Genschmar und Zerkwitz blieben mit ihren Bestzeiten aus dem ersten Lauf Dritter bzw. Zweiter. Um 16 Uhr stand es endgültig fest: Stücken ist Landesmeister 2025! Beim Siegerfoto nach der Siegerehrung bewies die Mannschaft bemerkenswerte Kameradschaft als sie den vom Feuerwehrverband geschassten, aber allseits an der Basis beliebten Wettkampfrichter und -moderator Dr. Richard Münder im Trikot der Stückener Mannschaft nach vorn auf das große Gruppenfoto baten. Nach kurzen Feierlichkeiten vor Ort ging es auf den 1 1/2-stündigen Rückweg nach Hause. Dort erwarteten die größten Fans die Mannschaft am Feuerwehrgebäude mit kurzfristig organisiertem Fassbier und Grillgut. Noch bis in die Nacht wurden das Adrenalin und die Aufregung des Tages abgebaut. Stücken bloggt gratuliert dem Stückener Wettkampfteam aufs Herzlichste.PS: Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Patrick “Patta” Spahn der einzige Stückener Wettkämpfer ist, der zweimal Landesmeister auf zwei verschiedenen Mannschaftspositionen wurde.
Mit bestem Dank an Außenreporter Nico und Dani gibt es hier noch eine Galerie der schönsten Bilder des Tages. Danach dann noch das Video des Siegerlaufes, das Juli beigesteuert hat.
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Sep. 21 2025
Blau-Weiß mit erstem Saisonsieg im Heimspiel gegen USV Potsdam
Am heutigen Sonntagnachmittag war die Mannschaft des USV Potsdam zu Gast in Stücken. Von Beginn an übernehmen die Blau-Weißen Hausherren die Spielkontrolle. Geht es zunächst darum, die Spielfreude der Potsdamer einzudämmen, gelingt es den Stückenern nach und nach die klareren Torchancen zu erarbeiten.
In der 7. Spielminute kommt Paul Kasten im Strafraum in eine freie Schussmöglichkeit. Sein straffer Ball fliegt knapp über das Tor. Zwei Minuten später hämmert Sebastian Stoof die Kugel aus halbrechter Position knapp rechts am Tor vorbei. In der 15. Minute zwingt Robert Fuhrmann USV-Torwart Sasha Hubmann mit einem Freistoß aus 20 Metern zentraler Position zu einer Glanzparade (>> hier im Video <<). Nach 27 Minuten wirft Manu Stuwe einen weiten Einwurf auf Karl Marohn, dessen Kopfball den Torwart in arge Bedrängnis bringt und auch zu einem Zusammenprall mit seinem Abwehrkollegen führt. Die gleiche Einwurfsituation zehn Minuten später setzt Marohn knapp links am Tor vorbei. USV findet im Angriff kaum statt. Ihre Versuche mit langen Bällen oder Anspielen über die Außenbahnen sind zu unpräzise. Es dauert bis zur 40. Minute, bis ein Angriff sauber bis in den Stückener Strafraum gespielt wird. Doch der präzise Schuss des Stürmers streicht über den Querbalken des Stückener Gehäuses. So geht es mit einem Unentschieden in die Pause.
Kaum zwei Minuten in der 2. Halbzeit gespielt, findet Robert Fuhrmanns Eckball seinen Mitspieler Karl Marohn im 5-Meter-Raum. Bei dessen Kopfball gegen die Laufrichtung bleibt der Torwart ohne Abwehrchance (>> hier im Video <<). Das ist das verdiente 1:0. Wer nun glaubt, USV würde Stücken mehr unter Druck setzen, sieht sich getäuscht. Klare Torchancen der Gäste haben weiter Seltenheitswert. Die Stückener Abwehrreihe agiert höchst aufmerksam. Auch die Sechser ersticken die Angriffe früh im Keim. Nach vorn geht es mit langen Bällen oder auch mal mit präzisem Zuspiel. So wie vor dem 2:0. Henry Hannemann setzt sich im zentralen Mittelfeld gegen seinen Gegenspieler durch und hat ein Auge für den stets anspielbaren Paul Kasten. Der setzt sich im Strafraum durch und schiebt den Ball am Torwart vorbei zentral ins leere Tor.
USV versucht jetzt, das Spiel an sich zu ziehen. Stücken hält munter dagegen. Vor allem Clemens Krause macht auf der rechten Abwehrseite ein gutes Spiel gegen die anstürmenden Gegner. So verläuft das Spiel ohne weitere Höhepunkte bis in die Schlussminuten. Nickeligkeiten auf beiden Seiten führen zu insgesamt fünf gelben Karten. Dann ist es aber wieder Blau-Weiß, die kurz vor Schluss noch einmal klare Möglichkeiten haben. Zwei Eckbälle führen zu Kopfballmöglichkeiten, die abgewehrt werden oder knapp das Tor verfehlen (>> hier << und >> hier im Video <<). Auch der anschließende Konter der Potsdamer führt nicht mehr zum Tor. Stückens Keeper Heinicke klärt außerhalb des Strafraums regelkonform gegen den heranstürmenden Gegenspieler.
Am Ende gewinnt der FC Blau Weiß Stücken verdient mit 2:0 und bleibt erstmals seit dem 24. Oktober 2024 ohne Gegentor auf dem eigenen Platz. Grund genug endlich den größten Wunsch des Stückener Torwarts zu erfüllen. In der Kabine von Blau-Weiß lief nach dem Spiel eine Auswahl fröhlicher Hits von Sportfreunde Stiller. Der Saisonüberblick mit allen Spielen ist wie immer hier zu finden.
Hier noch eine Galerie mit 28 Bildern vom Spiel:
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||
| FC Blau-Weiß Stücken | 2:0 |
USV Potsdam |
|---|---|---|
| — Spielende — | ||
| Paul Kasten (74.) | 2:0 | |
| Karl Marohn (47.) | 1:0 | |
| — Halbzeit — | ||
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Sep. 15 2025
Stadt contra Land – “Zwischen Welten” muss man miteinander reden
Doch von vorn. Im wunderbar sonnendurchfluteten Flieder-Innenhof hatten die beiden Vorleser Simone Kabst und Peter Wagner von der ersten Sekunde an die volle Aufmerksamkeit. Zunächst hatte man das Gefühl, die beiden Vortragenden sprächen über sich selbst. Doch sie lasen bereits die ersten Zeilen des Buches “Zwischen Welten” der Autoren Juli Zeh und Simon Urban.
Darin findet sich eine fiktive Niederschrift einer per Whatsapp und E-Mail über Monate ausgetragenen Unterhaltung, Diskussion und teils auch knallharter Streitgespräche zwischen der Bio-Landwirtin Theresa aus dem dörflichen Brandenburg und dem Journalisten Stefan in der Großstadt Hamburg. Die beiden ehemaligen Germanistikstudenten und Freunde haben sich aus den Augen verloren und treffen Jahre später in Hamburg aufeinander. Offenbar geraten sie über ihre teils gegensätzlichen Ansichten in Streit und führen das Gespräch in schriftlicher Form weiter.Simone Kabst und Peter Wagner erwecken mit ihrer Vortragskunst die beiden Figuren zum Leben. Trägt Frau Kabst zwar etwas plakativ einen grünen Einteiler und Gummistiefel, nimmt man ihr durch die Mimik und Gestik beim Vortrag ab, dass ihre Kunstfigur mit ihrem selbst gewählten Schicksal als Landwirtin hadert. Auch Peter Wagner verleiht “seinem Journalisten” eine ausdrucksstarke Stimme. Und so belächeln die Protagonisten zunächst das Leben des jeweils anderen in der Stadt und auf dem Land, feiern kleine berufliche Erfolge miteinander, trösten sich bei Niederlagen, sinnieren bald über den Sinn des Lebens und streiten über die Sinnhaftigkeit des Genderns, über Political Correctness, den Umgang mit der AfD und viele weitere aktuelle Themen.
Doch wer an dieser Stelle abwinkt, ob der immer gleichen Litanei: Hier gibt es keine erhobenen Zeigefinger, keine endgültigen Wahrheiten und erst recht keine Belehrungen. Juli Zeh ist als Autorin dafür bekannt, dass sie Themen auf unterhaltsame Art aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, um ein differenziertes Bild zu schaffen und immer wieder zum Nachdenken, auch über konträre Positionen, anzuregen.Natürlich wurde in der gut zweistündigen Lesung nicht das komplette Buch vorgetragen und doch wurden die rezitierten Abschnitte äußerst passend mit musikalischen Beiträgen von Kenneth Berkel am Piano verknüpft. Und so verging der Nachmittag wie im Flug und offensichtlich gut unterhaltene Zuhörer freuen sich ganz sicher über eine weitere Lesung im wunderbaren Ambiente des Fliederhofs.
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