Kurz gebloggt… in der Hoffnung, dass die Schuhe der Leserschaft zum Nikolaustag mit reichlich Süßwerk gefüllt waren, gibt es hier zusätzlich motivierende Nachrichten, knackige Infos und der ein oder anderen säuerlichen Meldung. Und wie schon so oft, beginnt auch dieses Kurz gebloggt mit aktuellen Bauinformationen:
Kurz informiert
- In den vergangenen zwei Wochen gab es im Ortszentrum Stücken neben der Brücke über das Mühlenfließ eine kleine Baustelle. Hier ließ die MWA (Mittelmärkische Wasser- und Abwasser GmbH) eine sogenannte Abscheideanlage installieren. An dieser Stelle wird das geklärte Abwasser aus der Kleinkläranlage in der Siedlung Am Weinberg in das Mühlenfließ eingeleitet. Man kann nur vermuten, dass die Qualität des eigentlich gereinigten Wassers noch nicht optimal ist, da eine zusätzliche Abscheideanlage mithilfe der Schwerkraft nicht mischbare Stoffe wie Fette vom Abwasser trennt.
- In dieser Woche war die Straße zum Gut Breite, bzw. Blankensee voll gesperrt. Hier wurden endlich vier Bodenwellen ausgeglichen, die auch immer wieder Thema im Ortsbeirat waren. Nach Augenzeugenberichten haben einige Unverbesserliche für Verzögerungen bei den Bauarbeiten gesorgt, indem sie die deutliche Straßensperre über den Acker umfahren sind, und gleich mal durch die bereits vorbereiten Bauabschnitte bretterten. Zu irgendwas muss so ein SUV ja nütze sein, nicht wahr? Seit gestern Nachmittag ist die Straße wieder freigegeben.
- Am Ende der Stückener Dorfstraße wurde bereits vor ein paar Wochen gebaut. DNS:NET hatte im Zuge des Glasfaserausbaus in Stücken einen Netzverteilerkasten (NVt) auf der linken Seite der Straße (Richtung Blankensee) aufgestellt, ohne mit dem Grundstückseigentümer der Ackerfläche überhaupt gesprochen zu haben. Vollkommen zu Recht hat dieser darauf bestanden, dass der Kasten versetzt wird. Jetzt steht ein neuer NVt auf der rechten Straßenseite. Irgendwann wird dann wohl auch der “falsche” NVt abgebaut.
- Zur geplanten Sanierung der Durchfahrtsstraße L73 / Zauchwitzer Straße ist es in den vergangenen Monaten leider wieder etwas ruhiger geworden. Der Michendorfer Bauamtsleiter Merkel versicherte mir jedoch, dass es auch hier weitergehen soll. Seit 14 Tagen liegt der Verwaltung eine überarbeitete Entwurfsplanung vor, die derzeit geprüft wird. Der Landesbetrieb Straßenwesen hält weiterhin an seinem Plan fest, die Straße im kommenden Jahr grundlegend zu sanieren. Dafür spricht, dass einige Anwohner der Zauchwitzer Straße in den vergangenen Tagen einen Brief vom Landesbetrieb erhielten, in dem sie gebeten wurden, einige Quadratmeter ihres Grundstückes als Ablagefläche für Baumaterialien zur Verfügung zu stellen.
- Im September überraschte die Radinitiative Michendorf mit einem neuen Vorschlag zum fahrradgerechten Umbau der Stückener Dorfstraße. Da die separaten Radwegvarianten von den Anwohnern abgelehnt werden, könne man doch das Kopfsteinpflaster mit einem neuartigen Verfahren abschleifen lassen. Ein etwa gleichzeitig erschienener Artikel in der MAZ+ beschreibt den Vorgang so: “Bei der Bearbeitung bleibt das historische Pflaster im Boden. Maschinen schleifen es und tragen einige Millimeter ab. Zurück bleibt eine weitgehende, ebene Oberfläche mit Rillen. … Auf einer schnell drehenden Welle mit etwa 1600 Umdrehungen pro Minute sitzen 380 Scheiben mit Diamantspitzen nebeneinander, sodass eine Art Walze über die Steine fährt. Die Rillen, die aus den Abständen der „Sägeblätter“ rühren, sind durchaus gewollt – sie geben Rad- und Autofahrern bei Nässe und Reif beispielsweise einen besseren Grip, also Halt auf der Fahrbahn.” Dies hätte auch den Vorteil, dass die Lärm- und Feinstaubbelastung für die Anwohner verringert würde. Im Ortsbeirat stieß der Vorschlag auf wenig Zustimmung. Nicht nur die hohen Kosten (doppelt so teuer wie ein separater Radweg), sondern auch die mutmaßliche Ablehnung der Denkmalschutzbehörde machten den Beiratsmitgliedern wenig Hoffnung auf eine Umsetzung der Idee. Ende Oktober gab es nun einen Vorort-Termin mit der Firma Feind-Fräsdienst-Service aus Lübben, Vertretern der oberen und unteren Denkmalschutzbehörde, sowie der Michendorfer Verwaltung. Dabei wurde an einem Beispiel nachgewiesen, dass die Methode durchaus angewendet werden könnte, allerdings schließen die Denkmalschützer die Anwendung für die Stückener Dorfstraße nach wie vor aus. Das kommt wenig überraschend, schließlich soll das Pflaster ja in seinem Urzustand erhalten bleiben. Andernfalls könnte man ja auch eine glatte Asphaltdecke drüberziehen. Die Michendorfer Bauverwaltung sieht die Anwendung des Verfahrens eher in der Schmerberger Straße in Michendorf und/oder der Wildenbrucher Dorfstraße sinnvoll angewendet.







