Uschi Party 2026 – Ganz oben auf der Erfolgswelle

Update vom 7. Juni 2026: Nach einer guten Woche ist endlich mal Zeit für einen kleinen Video-Nachklapp. Außerdem habe ich am Artikelende noch die offenen Fundsachen angehängt, u.a. auch eine Smartwatch. Sollte jemand von Euch jemanden kennen, der jemanden kennt, der etwas vermisst, meldet Euch über kontakt@stuecken.de bei mir. Die Sachen gehen nicht verloren, auch wenn Ihr das erst vor der nächsten Uschi Party lest.

Uschi Party

Um den Termin für die nächste Uschi Party wird kein Geheimnis gemacht.

Artikel vom 5. Juni 2026: Anmerkung: Als Autor dieses Beitrags kann ich kaum neutral sein, denn als Mitglied des Heimatvereins Stücken bin ich einer der Hauptverantwortlichen für die Uschi Party. Leider habe ich noch niemanden gefunden, der für Stücken bloggt von unseren Veranstaltungen berichtet. Daher müsst Ihr mit diesem Beitrag Vorlieb nehmen.

Am vergangenen Samstag bildeten sommerlich milde Abendtemperaturen um die 21 Grad und ein regenfreier Tag den perfekten Rahmen für eine besonders schöne Uschi Party im 20. Jubiläumsjahr. Und niemand sollte enttäuscht werden. Weder der veranstaltende Heimatverein Stücken e.V., der sich erneut über ein ausverkauftes Haus freuen durfte, noch die Besucher, die teils ausgelassen feierten und den Abend in friedlicher Atmosphäre genießen konnten. 2-3 Störenfriede wurden rasch vom Sicherheitsdienst des Hauses verwiesen und um die wenigen, die den Alkohol vielleicht doch nicht ganz so gut vertrugen, kümmerte sich der Sanitätsdienst.

Uschi Party

Beliebt wie eh und je. Die Uschi Party füllt die Stückener Parkhalle jedes Jahr auf’s Neue.

Während sich im vergangenen Jahr schnell eine lange Schlange am Eingang gebildet hatte, konnte trotz des unvermindert hohen Andrangs, durch ein überarbeitetes Eingangs- und Sicherheitskonzept, konsequent gegengesteuert werden. So gab es jetzt drei statt zwei Eintrittskassen und der Ausgang erfolgte nun über einen abgetrennten Bereich. Selbst die rigorose Prüfung von Altersnachweisen und “Muttizetteln” hatte keine Auswirkungen auf die Einlasszeit. Da drei Toilettenwagen im vergangenen Jahr zu wenig erschienen, wurde in diesem Jahr noch ein vierter Wagen bereitgestellt.

Uschi Party

DJ P.HAENDLER hat ein erstes Video beigesteuert, weitere könnten noch folgen.

Am Ende soll hier einmal mehr mit aller Herzlichkeit allen Mitgliedern des Heimatvereins Stücken gedankt sein, ohne die es diese einzigartige Party nicht geben würde. Egal ob 18 oder 71 Jahre alt, alle geben ihr Bestes für eine gelungene Veranstaltung, die auch einen enormen Aufwand in der Vor- und Nachbereitung bedeutet.

Auch in diesem Jahr hat uns dankenswerterweise wieder der FC Blau-Weiß Stücken mit der Betreuung des “Nur Bier sonst nix”-Standes unterstützt. Hinzu kommen auch die “stillen” Unterstützer im Hintergrund, die uns die Halle, die Bauzäune, Radlader usw. zur Verfügung stellen. Und in einer Zeit, wo es nur noch um günstigste Angebote und beste Preise geht, freuen wir uns besonders, dass wir nun schon seit Jahren unsere bewährten Partner an der Seite haben. Namentlich unseren DJ P.HAENDLER (→ Instagram), den Event- und Discothekenservice Andreas Winkler aus Brandenburg an der Havel, den L.S. Sicherheitsdienst aus Werder (Havel), den L.S. Medical Service aus Schönfließ, Thomy’s Imbiss aus Beelitz und natürlich Bianka und ihre fleißigen Helferinnen vom Landhaus “Zu Stücken”.

Schön, dass Ihr alle da wart. Bis zum nächsten Jahr am 29. Mai 2027!
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Umstrittener Elfmeter kippt das Spiel – Blau-Weiß verliert knapp gegen Traktor Schlalach

Blau-WeißDas letzte Stückener Heimspiel in dieser Saison an einem Sonntag wird für eine emotionale Verabschiedung genutzt. Kurz vor Anpfiff der Begegnung gegen SV Traktor Schlalach verabschiedet der Vorstand des FC Blau-Weiß Stücken den langjährigen Mittelfeld-Regisseur Patrick Bädelt. Bädelt wechselte im Januar 2017 von der SV Edderitz 1921 nach Stücken, verirrte sich 2018 für ein halbes Jahr zur SG Blau-Weiß Beelitz, bevor er dann endgültig wieder sein blau-weißes Herz an die Stückener verlor. Seit dem 9. Januar 2019 steuerte er dem Stückener Fußball zahllose Tore und Torvorlagen bei, und auch den Aufstieg mit der Mannschaft in die 1. Kreisklasse konnte er 2024 ausgelassen feiern. Nach seinem Rücktritt als Spieler bleibt er den Blau-Weißen treu. In der kommenden Saison will er die Mannschaft von der Seitenlinie als Trainer betreuen.

Die Übergabe des Ehrentrikots und der Anpfiff waren noch keine zwei Minuten vergangen und es gab Freistoß für Blau-Weiß aus zentraler Position. Noch ist es Bädelt, der fast jeden Standard in der Mannschaft übernimmt. So auch dieses Mal. Aus zentraler Position, 20 Meter vom Tor entfernt, schießt er den Ball unhaltbar unter die Querlatte zur frühen Führung ins Tor (hier im Video). Schlalach benötigt eine Weile, um sich von dem Schock zu erholen. Stücken nimmt das Heft in die Hand und kommt in der 11. Minute zu einer weiteren Großchance. Sören Kieburg überspielt die gegnerische Abwehr mit einer Flanke aus der eigenen Hälfte. Paul Kasten fackelt nicht lange und überlupft den gegnerischen Torwart. Der Torschrei hängt Spielern und Fans schon auf den Lippen, doch der Ball fliegt knapp links am Kasten vorbei.

Patrick Bädelt (9) hängt die Stollen an den Nagel und wird die Mannschaft in der kommenden Saison als Trainer betreuen.

Die weiteren Minuten verlaufen zunächst ohne Höhepunkte. Blau-Weiß ist bemüht, aber nicht effektiv genug vor dem Tor. Schlalach bleibt weiter ohne Torabschluss. In der 30. Minute gehen die Emotionen erstmals hoch. Paul Kasten kämpft sich durch die gegnerische Abwehrreihe und kann nur durch einen beherzten Griff an die Schulter im Strafraum gestoppt werden. Ein klarer Elfmeter! Schiedsrichter Daniel Süßmann sieht das anders und hat damit eine weitgehend exklusive Auslegung der Spielszene. In der 36. Minute gibt es Einwurf von der linken Seite für Blau-Weiß. Manu Stuwe wirft den Ball exakt auf den Kopf von Karl Marohn, der den Ball mustergültig auf Paul Kasten verlängert, der keine Mühe hat, die Kugel aus einem Meter Entfernung über die Linie zu köpfen (hier im Video).

Nach dem 0:2 sind die Gäste plötzlich mutiger. Mit dem nächsten Angriff kommt ein Schlalacher Spieler frei zum Abschluss und zwingt Torhüter Nico Heinicke zu einer Glanzparade. Doch der abgelenkte Ball landet auf dem Kopf von Fritz Halling, der ebenfalls aus Nahdistanz in den Stückener Kasten einnickt. Das Spiel nimmt an Fahrt auf und Traktor hat vor der Pause noch eine klare Tormöglichkeit. Nach einer Ecke fliegt der Kopfball knapp links am Tor vorbei. Der Pausenpfiff ertönt und Stücken muss sich zunächst um einen verletzten Spieler Sorgen machen. Sebastian Stoof bekommt einen rückprallenden Ball aus Nahdistanz so unglücklich an den Unterkiefer (hier im Video), dass er nur mit Schmerzen und auffälligem Kopfverband weiterspielen kann.

Doch die Verletzung merkt man ihm kaum an. Gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit scheut der keinen Kopfball und auch nach vorn setzt er immer wieder Akzente. In der 50. Minute setzt er einen Fernschuss knapp über die Latte. Eine Minute später schleudert Pascal König einen seiner gefürchteten Einwürfe in den Strafraum. Paul Kasten kommt mit der Fußspitze noch an den Ball und setzt ihn knapp neben das Tor. Die erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit gehört den Blau-Weißen Stückenern. Immer wieder versuchen sie, Paul Kasten und Karl Marohn in der Spitze zu erreichen. Doch echte Torabschlüsse bleiben Mangelware.

In der 63. Minute steht der Schiedsrichter erneut im Mittelpunkt. Ein Schlalacher Spieler stürmt in den Strafraum und fädelt geschickt ins Abwehrbein von Ferdinand Herrmann ein. Der Unparteiische zeigt auf den Punkt und Herrmann und der Stückener Anhang können es nicht fassen. Erst wird ein Elfmeter verwehrt und bei der nächstbesten Gelegenheit der gegnerischen Mannschaft zugesprochen. Yannic Vinken lässt Schlussmann Heinicke keine Abwehrchance (hier im Video). Der 2:2-Ausgleich. Die Frustration im Stückener Team ist merkbar. Wieder eine höchst umstrittene Schiedsrichterentscheidung, wie schon im letzten Spiel gegen Michendorf.

Doch es wird noch schlimmer. In der 67. Minute tankt sich der Schlalacher Stürmer in den Strafraum und schießt den Ball Richtung linkes Toreck. Dort hat Keven Leonhardt keine Mühe, den Ball aus Nahdistanz über die Linie zu drücken. Schlalach hat weitere Torchancen und erzielt sogar zwei Tore. Doch beide Treffer werden zurückgepfiffen. Einmal wegen Abseits nach einem Eckball und ein weiteres Tor wird wegen Handspiel aberkannt.

Blau-Weiß gibt nicht auf. In den verbleibenden fünfzehn Minuten und in der üppigen Nachspielzeit wird weiter um jeden Ball gekämpft und jeder Einwurf und Eckball schnell gemacht. Kein Risiko wird gescheut und auch die Abwehrreihe aufgelöst. Doch die Torabschlüsse bleiben zu unpräzise und Bälle in den Strafraum werden zur sicheren Beute von Traktors Schlussmann Sebastian Klein. Erschöpft und frustriert nehmen die Stückener Kicker den Schlusspfiff zur Kenntnis. Wieder alles gegeben und doch nichts Zählbares erreicht.

Eine Stunde später kommt noch eine Hiobsbotschaft dazu. Der Tabellenletzte SV Concordia Nowawes hat sein erstes Spiel der Saison gewonnen und die Blau-Weißen Stückener auf den letzten Platz verdrängt. Bereits am Dienstag, den 19. Mai, um 19 Uhr ist die Viktoria aus Potsdam zu Gast an der Seddiner Straße. Der Saisonüberblick mit allen Spielen ist wie immer hier zu finden.

Hier noch eine Galerie mit 30 Bildern vom Spiel:

FC Blau-Weiß Stücken 2:3
SV Traktor Schlalach
— Spielende —
2:3 Keven Leonhardt (67.)
2:2 Yannic Vinken (63.)
— Halbzeit —
1:2 Fritz Halling (36.)
Paul Kasten (36.) 2:0
Patrick Bädelt (2.) 1:0


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Grünes Licht für Planung des Mehrvereinsheims in Stücken

Mehrvereinsheim

Wird das alte Feuerwehrgebäude bald zum Mittelpunkt des dörflichen Vereinslebens?

Am heutigen Montagabend wurde in der Gemeindevertretung Michendorf ein richtungsweisender Beschluss gefasst. Für die Planung der Umnutzung des alten Feuerwehrgebäudes Stücken in ein Mehrvereinsheim werden 25.000 EUR als außerplanmäßige Auszahlung im Haushaltsjahr 2026 genehmigt. Die Planung ist eine Grundvoraussetzung für eine Baugenehmigung und damit auch für die bereits gestellten Förderanträge. Vorausgegangen waren Diskussionen und Abstimmungen im Bau-, Sozial-, Finanz- und im Hauptausschuss der Gemeinde. Nun hat sich also auch die Gemeindevertretung dem mehrheitlichen Votum der Ausschüsse angeschlossen.

Ein Treffpunkt für alle Vereine

Worum geht es bei dem Projekt genau? Die Bauarbeiten für das neue Feuerwehrgerätehaus verlaufen laut Verwaltung nach Zeitplan. Außenstehende Betrachter hatten in den vergangenen Wochen eher ein anderes Gefühl. Tatsächlich sieht man inzwischen öfter mal mehr als einen Bauarbeiter auf der Baustelle. In der letzten Woche wurden die Decken für den Sozialtrakt eingehoben und in Kürze sollen die Zimmerleute mit dem Dachstuhl beginnen. Doch schon recht früh war klar, dass die Einweihung des neuen Gebäudes ganz sicher nicht mit den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stückener Feuerwehr zusammenfallen wird. Zwar ist inzwischen ein Richtfest für Anfang Juli anvisiert, mit der Fertigstellung des Gebäudes ist jedoch nicht vor Dezember diesen Jahres zu rechnen.

In der steten Hoffnung, dass zumindest dieser Zeitplan eingehalten wird, geht der Blick aktuell wieder auf die andere Straßenseite. Das alte Feuerwehrgebäude wird bald seine ursprüngliche Aufgabe verlieren und stünde für ein neues Nutzungskonzept zur Verfügung. Nachdem im März 2022 mit dem Beschluss 181/2022 die “… Errichtung eines neuen Vereinsheimes im Ortsteil Stücken” am Fußballplatz in der Seddiner Straße verworfen wurde, und damit nicht weniger als 465.000 EUR der geplanten 921.000 EUR Baukosten im Haushalt frei wurden (die andere Hälfte sollte aus Fördermitteln finanziert werden), wurde erstmals auch über eine mögliche Nutzung des alten Feuerwehrgebäudes als Mehrvereinsheim diskutiert. Doch es dauerte bis zum Februar diesen Jahres, dass die Gemeindeverwaltung die Vereine des Ortes aufforderte, ein Konzept für die Weiternutzung zu erarbeiten.

Ein Konzept für alle Belange

Binnen weniger Tage diskutierten Vertreter des Heimatvereins, des Fördervereins der Feuerwehr, der Feuerwehr, des Ortsbeirates und des Blasorchesters Stücken ein Umbau- und Nutzungskonzept für das alte Feuerwehrgebäude. Dazu muss man wissen: Sollte die Umnutzung des Gebäudes erfolgreich sein, wird das Gemeindezentrum in der Stückener Dorfstraße 17 seinen Status verlieren und nicht mehr für öffentliche Zwecke zur Verfügung stehen. Damit fallen nicht nur ein größerer und ein kleinerer Versammlungsraum weg, sondern auch das Büro des Ortsbürgermeisters, das aktuell auch als umfängliches Lager für diverse Vereinsbelange genutzt wird.

Bei den Überlegungen für das neue Mehrvereinsheim geht es also nicht nur um die Herstellung von Versammlungsmöglichkeiten. Es müssen auch Lagermöglichkeiten für Musikinstrumente des Blasorchesters, Kostüme und Veranstaltungsequipment von Heimatverein und Förderverein geschaffen werden. Zudem soll das Gebäude als Probenraum für das Blasorchester und seinen Nachwuchs, sowie die Jagdhornbläsergruppe „Stückener Heide“ dienen. Die Stückener Sportgruppe soll hier trainieren können, ebenso wird offen die Gründung eines Tischtennisvereins diskutiert. Als barrierefreies öffentliches Gebäude wäre natürlich die Nutzung als Wahllokal und (mietbares) Veranstaltungsgebäude ausdrücklich erwünscht.

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Beste Saisonleistung der Blau-Weißen reicht beinahe zum Sieg im Lokalderby

Blau-WeißHier bei Stücken bloggt gab es schon lange keinen Spielbericht mehr zu lesen. Das lag ein wenig daran, dass ich vermutete, dass wohl niemand ausführliche Berichte über teils haarsträubende Niederlagen der Blau-Weißen Stückener lesen möchte. Ja, die 1. Kreisklasse fordert ihren Tribut. In der letzten Saison konnte man noch recht gut mithalten, doch heuer setzte es teils deutliche Niederlagen in Serie. Schon seit Wochen wird offen diskutiert, ob die Mannschaft wirklich gut genug für die Klasse ist oder doch lieber in der 2. Kreisklasse einen Neustart absolvieren sollte.

Nachdem es vor fünf Wochen auch noch eine deutliche Tracht Prügel beim 2:9 im Derby gegen die SG Michendorf III gab, war meine Erwartung für das neuerliche Aufeinandertreffen auf heimischem Platz sehr gedämpft, um es mal vorsichtig auszudrücken. Doch um einen Teil des Fazits schon vorwegzunehmen: Das war heute eine respektable Leistung der Stückener Mannschaft, die in der Nachspielzeit fast noch die Krönung erreichte. Leider nur fast …

Doch von vorn. Von der ersten Minute an merkte man der Stückener Mannschaft an, dass man sich heute etwas vorgenommen hatte. Zwar fehlten anfangs auf beiden Seiten die klaren Torabschlüsse, doch Blau-Weiß hatte deutlich mehr vom Spiel und schaffte es immer wieder, durch klare Anspiele bis vor den gegnerischen Strafraum zu kommen. Die erste große Abschlusschance vergibt Sören Kieburg noch überhastet, doch nur wenige Minuten später macht er es umso besser. Ein langer Ball, vom eigenen 16-Meter-Raum von Patrick Bädelt geschlagen, erreicht Kieburg auf halb rechter Position. Er setzt sich stark gegen seinen Gegenspieler durch und köpft den Ball über den Torwart hinweg aus gut 16 Metern ins Tor.

Stücken setzt nach und hat die nächste Großchance nach 27 Minuten. Bädelt setzt einen Freistoß aus 25 Metern halb rechter Position an die Querlatte (hier im Video). Minuten später tanzt Paul Kasten die Abwehrspieler aus und legt quer vor den 5-Meter-Raum, doch Kieburg schiebt den Ball frei stehend neben das Tor. Das hätte das 2:0 sein müssen. Michendorf hat Lücken in der Verteidigung und ist im Spiel nach vorn zu ungenau. Die Stückener stehen gut und verteidigen aufopferungsvoll. Ecken und Freistöße für die Gäste bleiben zunächst ohne Folgen. Michendorfs größte Chance dann Sekunden vor der Pause. Nach einem Freistoß von halbrechts segelt der Kopfball knapp über das Tor (hier im Video).

Nach dem Seitenwechsel hat erneut der Gast aus Michendorf die erste Großchance. Max Däumichen blockt in höchster Not den Torabschluss des Stürmers. In der 60. Minute macht es Michendorf präzise. Christian Kühne schießt einen Freistoss aus 20 Metern zentraler Position unhaltbar ins linke Eck. Torhüter Nico Heinicke hat das Nachsehen (hier im Video). Fünf Minuten später kann sich Stückens Schlussmann jedoch auszeichnen. Nach einem Eckball fliegt ein Kopfball Richtung linke untere Torecke. Heinicke taucht ab und lenkt den Ball um den Pfosten.

Anschließend verflacht die Partie. Das Aufbauspiel ist auf beiden Seiten oft zu ungenau. Chancen ergeben sich oft nur durch Fernschüsse. Beide Seiten verteidigen kompromisslos und zeigen ein engagiertes, aber weitestgehend faires Zweikampfverhalten. Gegen Ende zieht die Intensität noch einmal an. Michendorf will gewinnen und Blau-Weiß verteidigt bis zur Erschöpfung. Klare Tormöglichkeiten ergeben sich nicht mehr, doch dann hat Blau-Weiß in der Schlussminute der Nachspielzeit noch einen Freistoß von der Mittellinie. Patrick Bädelt schlägt den Ball bis an den 5-Meter-Raum. Michendorfs Abwehrspieler Philipp Völker rutscht der Ball über den Scheitel ins eigene Tor. Eigentor! 2:1 Stücken! Jubelgeschrei. Doch der Schiedsrichter hatte das letzte Wort. Er gibt den Treffer nicht, wegen eines vermeintlichen Fouls von Karl Marohn. Eine mutige Entscheidung. Marohn stieg ebenfalls zum Kopfball nach oben und berührte den Gegenspieler mit seinem Körper. Doch ob das wirklich foulwürdig war und ob der Schiedsrichter das wirklich so gut sehen konnte? Wo ist eigentlich der VAR, wenn man ihn mal braucht? Meine Aufnahme der Spielszene kann nur bedingt weiterhelfen. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen zu schwenken und die beiden Kontrahenten werden in Blickrichtung der Kamera leider verdeckt.

Ein Siegtreffer wäre das i-Tüpfelchen für diesen couragierten Auftritt der Stückener gewesen. Fans und Trainer waren sich einig. Sie hatten heute das beste Saisonspiel der Blau-Weißen gesehen. Und dabei besonders wichtig: Bis zur allerletzten Minute wurde auf allen Positionen gekämpft und alles reingeworfen, was möglich war. Am kommenden Sonntag geht es dann zu Hause gegen Traktor Schlalach weiter. Und nur zwei Tage später, am 19. Mai, um 19 Uhr ist die Viktoria aus Potsdam zu Gast an der Seddiner Straße. Der Saisonüberblick mit allen Spielen ist wie immer hier zu finden.

Hier noch eine Galerie mit 21 Bildern vom Spiel:

FC Blau-Weiß Stücken 1:1
SG Michendorf III
— Spielende —
1:1 Christian Kühne (60.)
— Halbzeit —
Sören Kieburg (18.) 1:0


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Kunst aus Stücken – Ulli Richter beeindruckt mit farbenfrohen Gemälden

Ulli Richter

Frank Ulrich Richter mit seinen aktuellen Lieblingswerken

Großer Pinsel oder Spachtel? Kleckse oder präzise Linien? Kaffee oder Wein beim Malen? Bevor sich der Hobby-Künstler Frank Ulrich Richter noch ein paar Quickfire-Fragen stellte, hatten wir es uns in seinem häuslichen Atelier auf der Couch bequem gemacht und über sein wiederentdecktes Hobby eingehend geplaudert. Gleich vorweg, Frank Ulrich Richter kennen sogar die wenigsten Stückener. Alle nennen ihn einfach Ulli und so wird es auch in diesem Porträt gehandhabt.

Ulli Richter zog es Anfang der 90er Jahre aus dem Spreewald nach Stücken. Die Malerei entdeckte er während des Studiums für sich. Es blieb jedoch bei dem ein oder anderen Ölbild in Miniaturausführung. Ein ausgefülltes Arbeitsleben mit vielen Auslandsaufenthalten verhinderte eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Hobby Malen. Im vergangenen Jahr erweckte dann eine Kunsttherapie eine unerwartete kreative Schaffenskraft und Ulli widmet sich seither ausdauernd seiner Leidenschaft, aus der bislang mehr als 50 Bilder entstanden sind. Ortswechsel im Urlaub machen ihn besonders kreativ. Er experimentiert viel mit Farbkombinationen. Schwarz, Gelb, Weiß oder Rot, Gelb, Blau liegen ihm besonders, doch vorrangig bestimmt sein Gemütszustand die Farbgebung. Für seine abstrakten, teils expressionistischen Werke, ist auch das Werkzeug nicht in Stein gemeißelt. Pinsel, Spachtel, Schwamm und/oder Strukturpaste kommen gern zum Einsatz. Und im Hintergrund läuft stets Rockmusik, die eigene Playlist oder Radio Bob!.

Ulli Richter

Bis unter die Decke. Die Wände seines Ateliers zieren seine neuesten Werke.

Für ein fertiges Bild können durchaus 4-5 Tage ins Land gehen. Wenn ihm sein Bild gefällt, ist es jedoch meist noch nicht das Ende des kreativen Prozesses. Jetzt hat seine Frau das Wort und ihr Feedback entscheidet, ob das Bild tatsächlich fertig ist, oder ob er nicht doch noch die ein oder andere Korrektur vornehmen sollte. Die Signatur FUR für Frank Ulrich Richter bildet dann stets den Schlusspunkt.

Ulli würde seine Werke gern in der Öffentlichkeit präsentieren. Für jede Anregung dazu oder auch konkrete Unterstützung wäre er sehr dankbar. Wenn Sie mit Ulli Richter in Verbindung treten oder gar eines seiner Werke erwerben möchten, können Sie dies am leichtesten über seinen Instagram-Kanal (frankulrichrichter), wo man auch seine E-Mail-Adresse und natürlich noch viel mehr seiner Werke finden kann.

Zum Abschluss kommen wir noch einmal auf die Quickfire-Fragen zurück. Hier sind Ullis Entscheidungen:
1. Großer Flachpinsel oder Spachtel?
2. Geplante Skizze oder purer Zufall?
3. Primärfarben oder Pastelltöne?
4. Großformat oder Miniatur?
5. Spontan-Klecks oder präzise Linie?
6. Schichten aufbauen oder nass-in-nass? keines von beiden, ist egal
7. Musik aufdrehen oder absolute Stille beim Malen?
8. Sauberes Atelier oder kreatives Chaos?
9. Kaffee oder Wein beim Malen? weder noch
10. Titel, die erklären, oder “Ohne Titel”? Titel, die unterstreichen

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