Sanierung der L73 Ortsdurchfahrt Stücken soll noch dieses Jahr beginnen – aber um welchen Preis?

Ortsdurchfahrt

Der rot markierte Straßenabschnitt soll saniert werden.

Update vom 5. März 2026: Im nachfolgenden Artikel geht es u. a. um die Entscheidung zum Bau des neuen Gehwegabschnittes entlang der L73. Wie man dem Bericht der Bürgermeisterin zur Gemeindevertretersitzung vom 2. März 2026 entnehmen kann, lagen zum Zeitpunkt der Sitzung die Rückmeldungen von 19 der 30 Anlieger vor, ich zitiere: „Davon sprachen sich bereits 17 gegen den Ausbau des Gehweges aus, sodass keine Mehrheit für den Ausbau mehr erreicht werden kann. Dem Landesstraßenbetrieb wird daher mitgeteilt, dass der Ausbau ohne die Schaffung eines neuen Gehweges im südlichen Abschnitt erfolgen soll.“ Die Abstimmung unter den Anliegern ist auf einen Beschluss der Gemeindevertretung Michendorf zurückzuführen, in welchem vereinbart wurde, dass „Ersterschließungsmaßnahmen künftig nur noch dann durchgeführt werden, wenn eine Mehrheit der betroffenen Anliegerinnen und Anlieger dem Vorhaben zustimmt. Maßnahmen dieser Art sollen ausdrücklich nicht gegen den Willen der Betroffenen umgesetzt werden.“

Artikel vom 22. Februar 2026: Anmerkung: Der nachfolgende Text ist unübersehbar sehr lang. Wenn Sie sich die Zeit nehmen und sowohl den Text als auch die Karten eingehender betrachten, werden Sie vielleicht verstehen, warum es notwendig war, dieses Thema sehr ausführlich zu besprechen. Es handelt sich um ein wichtiges Bauprojekt für Stücken, in das die betroffenen Anwohner und auch der Ortsbeirat vollkommen unzureichend eingebunden waren. Ich hoffe, ich habe es gut genug herausgearbeitet, auch wenn mir an der ein oder anderen Stelle möglicherweise Fachbegriffe und natürlich auch Fachkenntnis fehlen.

Am 12. Februar fand im Landhaus „Zu Stücken“ eine Anliegerversammlung für alle Grundstückseigentümer an der L73 Ortsdurchfahrt / Zauchwitzer Straße statt. In einer durch das Bauamt der Gemeinde Michendorf bestens vorbereiteten Veranstaltung wurden nicht nur die Pläne für die Ortsdurchfahrt vom zuständigen Landesbetrieb Straßenwesen (LS) vorgestellt, noch viel wichtiger war den Zuhörern die Bekanntgabe der Zuzahlung für jeden einzelnen Anlieger. Dazu gleich mehr.

Zunächst ein grober Überblick über das Projekt. In Stücken sollen 600 Meter der L73-Ortsdurchfahrt ausgebaut werden. Laut LS ist dies der letzte Abschnitt der Landesstraße 73, der noch nicht erneuert wurde, demnach 600 Meter von knapp 60 Kilometern ihres Verlaufes von Michendorf über Luckenwalde bis Baruth/Mark. Neben der Fahrbahnerneuerung und der Anpassung der vorhandenen Gehwege an das neue Fahrbahnniveau soll der Abschnitt zwischen der Bushaltestelle und dem Ortsausgang Richtung Zauchwitz nun endlich einen Gehweg erhalten. Und genau dieser neue Gehwegabschnitt wird als sogenannte Ersterschließung zur Kostenfalle für die Anlieger.

Anlieger werden zur Kasse gebeten

Während die Kosten für den Straßenbau und alle begleitenden Maßnahmen vom Landesbetrieb und damit vom Land Brandenburg übernommen werden, müssen sich ALLE Anlieger der Zauchwitzer Straße an den Kosten für den neuen Gehwegabschnitt beteiligen. Laut Satzung der Gemeinde Michendorf über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen nach § 127 ff. BauGB (hier als PDF) beträgt der Anteil der Gemeinde Michendorf am Bau des neuen Gehwegabschnittes exakt 10 Prozent. 90 Prozent, nach der aktuellen Planung ca. 166.000 EUR, müssen also die Anlieger stemmen. Der Anteil jedes einzelnen Eigentümers wird anhand der Grundstücksgröße berechnet. Theoretisch, praktisch wird noch ein Faktor multipliziert, wenn es sich um ein Grundstück mit einem Mehrfamilienhaus handelt (Fläche * Faktor 1,3) oder wenn es sich um ein gewerblich genutztes Grundstück handelt (Fläche * Faktor 1,8). Bei einem Einzelhausgrundstück wird nur die Fläche herangezogen. Um es nicht zu kompliziert zu machen. Nach der aktuellen Berechnung der Gemeinde muss jeder Eigentümer mit einem Anteil von 2,44 EUR pro Quadratmeter Grundstücksfläche rechnen. Da an der Zauchwitzer Straße auch einige besonders große Grundstücke anliegen, wurden den Eigentümern in verschlossenen Umschlägen nun Eigenanteile zwischen 1.000 und 15.000 EUR genannt. Doch das ist noch nicht alles. Jeder Anlieger muss auch die Kosten für seine Grundstückszufahrt(en) übernehmen. Hier kommen noch einmal etwa 2.500 bis 5.000 EUR hinzu, je nach Größe und Anzahl der Zufahrten.
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Neubesetzungen in AfD-Fraktion der Michendorfer Gemeindevertretung

Update vom 1. März 2026: In der AfD-Fraktion der Michendorfer Gemeindevertretung gab es in den vergangenen Monaten zwei Neubesetzungen, die nun auch in der Grafik ersichtlich sind. Pia Krebs und Björn Winter ersetzen die gewählten Gemeindevertreter Maik Jäkel und Hans Joachim Pieper.

Gemeindevertretung Michendorf

Quelle: Gemeinde Michendorf – Ratsinfo-Online, Amtsblatt für die Gemeinde Michendorf 3/2024

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Fastnachten 2026 – Drei Hexen fahren im Feuerwehrauto durch die Waschanlage

Anmerkung: Dieser Artikel beschreibt den Fastnachtsumzug und das Zempern 2026 in Stücken. Da es am Rande der Veranstaltung einigen Gesprächsbedarf gab, wurden die Ausführungen in diesen Kommentar ausgelagert.

Fastnachten
Update vom 15. Februar 2026: Meine Güte, schon wieder eine ganze Woche rum. Damit auch das diesjährige Fastnachtsfest noch länger in Erinnerung bleibt, gibt es hier noch einen Videonachschlag. Mit einem Klick auf das Bild landet Ihr im Youtube-Kanal von Stücken bloggt und könnt Euch dort alle Videos ansehen. Auch im Instagram-Kanal von Stücken bloggt sind sie verfügbar. Viel Spaß damit.

Artikel vom 8. Februar 2026: Freitag, 7:30 Uhr morgens: In der Whatsapp-Gruppe des Vorstandes des Heimatvereins Stücken beginnt eine Diskussion darüber, ob der Fastnachtsumzug am darauffolgenden Samstagmorgen abgesagt werden muss. Der Grund: teils eisglatte Straßen und Gehwege aufgrund von Eisregen am Vortag und Minustemperaturen bis in die frühen Morgenstunden. Ausgelassenes Zempern und Tanzen funktioniert nicht gut auf glitschigem Untergrund. Die Verletzungsgefahr kann nicht wegdiskutiert werden. Um 10 Uhr werden alle Mitglieder des Vereins in die Diskussion einbezogen, die sich auch weiterhin um die Verletzungsgefahr und die mögliche Verantwortung für den Verein dreht. Unterdessen steigt die Temperatur in den Plusbereich und es beginnt merklich zu tauen. Die Vorhersage zeigt für die kommenden 24 Stunden anhaltendes Tauwetter. Und so wird eine Entscheidung getroffen. Die Veranstaltung findet statt, aber neben den noch ausstehenden Vorbereitungen in der Parkhalle kümmert sich ein Team um das nachhaltige Streuen von schlecht beräumten Straßen und Fußwegen. Gesagt, getan. Am Abend waren alle Vorbereitungen abgeschlossen.

Fastnachten

Auf ein Neues. Bärengruppe und Frühstarter sind bereit zum Zempern durch die Dorfstraße.

Und so stürmte am Samstagmorgen ein engagierter Bär über die Stückener Dorfstraße zum Landhaus „Zu Stücken“. Dort warteten bereits ein Pestdoktor und seine leichenblasse Gehilfin. Eine geile Sau posierte mit drei älteren Herrschaften, und auch die Figuren aus Alice im Wunderland hatten ihren Weg nach Stücken gefunden. Doch traditionell eröffnete der Tanz mit der Landhauschefin Bianka den Fastnachtsumzug. Gleich danach nahm die bereits ansehnlich große Zempertruppe vor dem Landhaus zum jährlichen Gruppenfoto Aufstellung, bevor man sich dann auf den Weg durch die Dorfstraße machte. Teils müde Einwohner wurden aus den Betten geklingelt, andernorts wurde der Umzug schon erwartet. An der ein oder anderen Stelle wurde gar noch schnell der Gehweg vom Eis befreit. Manche Häuser blieben verschlossen. Deren Bewohner verweilen im Winterurlaub oder haben ein allgemeines Desinteresse an der Stückener Tradition, oder beides. Entschuldigt ist nur der, der selbst beim Umzug unter einer Maske steckte.

Nach einer Stunde war die Dorfstraße abgelaufen und der Zug näherte sich der Verpflegungsstation der Familie Wüstenhagen. Unterwegs hatte man noch zwei Schönheiten aus 1000 und einer Nacht aufgelesen, Rucksacktouristen nebst Freiheitsstatue nicht abgewiesen und eine schwarzhaarige Dame wahrgenommen, die eine kleine Königin im Handwagen hinter sich herzog. Noch im OP-Kittel wartete ein älterer Herr aufgeregt auf den Umzug und verteilte gleich mal seine Blutkonserven an die durstige Bärengruppe. Auf der Kreuzung mit der Landesstraße priesen zwei Hühner bereits ihre frischen Stückener Landeier an. Eine Gruppe Ahrensdorfer Rentner chillte auf ihren bestens ausgestatteten Gehhilfen. Ein Pirat präsentierte das Modell seiner gut bestückten Schaluppe und zwei Kumpel feierten an der Lore 709 Schicht im Schacht mit dem frisch gebrauten Stückener Zechengold.

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Kleiner Fastnachtsbär begeistert die Jüngsten beim Kinderfasching

Kinderfasching

Luftballontanz geht immer

Eigentlich war alles so wie immer. Sandra vom Heimatverein Stücken hatte mit ihrem Team den Kinderfasching vorbereitet und begrüßte die Kinder am gestrigen Nachmittag im Landhaus „Zu Stücken“. Sogleich wurde mit Spiel und Tanz losgelegt und DJ Mike war ganz in seinem Element. Manches Kostüm wurde erst mit der richtigen Kinderschminke perfekt. Nach Stuhl- und Luftballontanz und allerlei bereitgestellter süßer Ablenkung auf den Tischen, wurde ein ganz besonderer Gast angekündigt.

Schon letzte Woche beim traditionellen Fastnachtsumzug war der kleine Bär ein wichtiger Begleiter seines großen Bärenbruders. Beim Kinderfasching konnten ihn die Jüngsten des Ortes endlich mal von Nahem erleben. Nach kurzem Schreckmoment wich jede Scheu. Dann ließ man sich auf den Arm nehmen und tanzte einen Reigen mit dem Bären in großer Runde. Vor der Leinwand gab es obligatorische Erinnerungsfotos mit und ohne Bär und zum Abschluss seines Auftritts auch noch ein Gruppenfoto.

Und natürlich kam auch der Lehrauftrag für jedes Stückener Kind nicht zu kurz. Bei der Annemarie-Polka wurden die ersten Schrittfolgen geübt, um später bei allen Dorffesten glänzen zu können. Zum Abschluss ging es noch mit einer Polonaise quer durch das Landhaus, bevor sich erschöpfte Kinder (und Eltern/Großeltern) auf den Heimweg machten. PS: Die Bilder sind bestellt und erreichen Euch wahrscheinlich am nächsten Wochenende.

Kinderfasching

Gruppenbild mit Bär war natürlich Pflicht


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Fastnachten 2026 – Der Bär und die sieben glücklichen Gewinner

Gewinner

Endlich ist die Maske runter. Marwin war der Fastnachtsbär 2026

Fastnachten in Stücken ist erst durch den Fastnachtstanz und das Bärenschlachten komplett. Und so ging es nur wenige Stunden nach dem Zemper-Umzug in der Parkhalle weiter. Die Banausen ließen sich musikalisch nicht lange bitten, und junge und junggebliebene Stückener und ihre Gäste hatten große Freude am gemeinsamen Feiern.

Nach einer guten Stunde fand die mit Spannung erwartete Kostümprämierung statt. Wer konnte die meisten Stimmen auf sich vereinen? Am Ende gab es zwei Erstplatzierte mit einer identischen Stimmenzahl. Alle Gewinner im Einzelnen:

  • Platz 1: Drei Hexen auf dem Tandem-Besen
  • Platz 1: Glinda und Elphaba aus Wicked
  • Platz 3: Frische Stückener Landeier
  • Platz 4: 200 Jahre FF Stücken
  • Platz 5: Die Stückner Draufgänger
  • Platz 7: Die Waschanlage
  • Platz 7: Die Ahrensdorfer Rentner

Und hier im bildlichen Vergleich:

Wenig später ging es dann dem Bären an den Kragen. In einer straff choreografierten Performance schluckte der Bär Kugel um Kugel, bis er oscarreif zusammenbrach. Fix wurde ihm das Blut abgenommen und den Gästen gereicht. Ich sag mal so: Wer davon getrunken hat und es überlebte, wird in diesem Jahr nicht mehr krank. Der tote Bär wurde mit der Schubkarre aus der Halle verfrachtet und erschien wenig später mitsamt seinem Gefolge zur Demaskierung. In diesem Jahr steckte Steffen unter der Maskerade des Jägers, Finlay spielte den Schlächter, Pascal den Führer des kleinen Bären, der wiederum von Max gespielt wurde. Basti hatte den Knochenjob an der Kette des großen Bären. Und unter dessen Maske steckte zum ersten Mal Marwin Tonn, der während des gesamten Tages, wie seine Kollegen, einen tollen Job ablieferte. Der verdiente tosende Applaus verabschiedete die Helden des Tages, und fortan übernahmen die tanzfreudigen Gäste das Parkett. Die 98. Auflage der traditionellen Stückener Fastnachten findet am 6. Februar 2027 statt.


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