Hier bei Stücken bloggt gab es schon lange keinen Spielbericht mehr zu lesen. Das lag ein wenig daran, dass ich vermutete, dass wohl niemand ausführliche Berichte über teils haarsträubende Niederlagen der Blau-Weißen Stückener lesen möchte. Ja, die 1. Kreisklasse fordert ihren Tribut. In der letzten Saison konnte man noch recht gut mithalten, doch heuer setzte es teils deutliche Niederlagen in Serie. Schon seit Wochen wird offen diskutiert, ob die Mannschaft wirklich gut genug für die Klasse ist oder doch lieber in der 2. Kreisklasse einen Neustart absolvieren sollte.
Nachdem es vor fünf Wochen auch noch eine deutliche Tracht Prügel beim 2:9 im Derby gegen die SG Michendorf III gab, war meine Erwartung für das neuerliche Aufeinandertreffen auf heimischem Platz sehr gedämpft, um es mal vorsichtig auszudrücken. Doch um einen Teil des Fazits schon vorwegzunehmen: Das war heute eine respektable Leistung der Stückener Mannschaft, die in der Nachspielzeit fast noch die Krönung erreichte. Leider nur fast …
Doch von vorn. Von der ersten Minute an merkte man der Stückener Mannschaft an, dass man sich heute etwas vorgenommen hatte. Zwar fehlten anfangs auf beiden Seiten die klaren Torabschlüsse, doch Blau-Weiß hatte deutlich mehr vom Spiel und schaffte es immer wieder, durch klare Anspiele bis vor den gegnerischen Strafraum zu kommen. Die erste große Abschlusschance vergibt Sören Kieburg noch überhastet, doch nur wenige Minuten später macht er es umso besser. Ein langer Ball, vom eigenen 16-Meter-Raum von Patrick Bädelt geschlagen, erreicht Kieburg auf halb rechter Position. Er setzt sich stark gegen seinen Gegenspieler durch und köpft den Ball über den Torwart hinweg aus gut 16 Metern ins Tor.
Stücken setzt nach und hat die nächste Großchance nach 27 Minuten. Bädelt setzt einen Freistoß aus 25 Metern halb rechter Position an die Querlatte (hier im Video). Minuten später tanzt Paul Kasten die Abwehrspieler aus und legt quer vor den 5-Meter-Raum, doch Kieburg schiebt den Ball frei stehend neben das Tor. Das hätte das 2:0 sein müssen. Michendorf hat Lücken in der Verteidigung und ist im Spiel nach vorn zu ungenau. Die Stückener stehen gut und verteidigen aufopferungsvoll. Ecken und Freistöße für die Gäste bleiben zunächst ohne Folgen. Michendorfs größte Chance dann Sekunden vor der Pause. Nach einem Freistoß von halbrechts segelt der Kopfball knapp über das Tor (hier im Video).
Nach dem Seitenwechsel hat erneut der Gast aus Michendorf die erste Großchance. Max Däumichen blockt in höchster Not den Torabschluss des Stürmers. In der 60. Minute macht es Michendorf präzise. Christian Kühne schießt einen Freistoss aus 20 Metern zentraler Position unhaltbar ins linke Eck. Torhüter Nico Heinicke hat das Nachsehen (hier im Video). Fünf Minuten später kann sich Stückens Schlussmann jedoch auszeichnen. Nach einem Eckball fliegt ein Kopfball Richtung linke untere Torecke. Heinicke taucht ab und lenkt den Ball um den Pfosten.
Anschließend verflacht die Partie. Das Aufbauspiel ist auf beiden Seiten oft zu ungenau. Chancen ergeben sich oft nur durch Fernschüsse. Beide Seiten verteidigen kompromisslos und zeigen ein engagiertes, aber weitestgehend faires Zweikampfverhalten. Gegen Ende zieht die Intensität noch einmal an. Michendorf will gewinnen und Blau-Weiß verteidigt bis zur Erschöpfung. Klare Tormöglichkeiten ergeben sich nicht mehr, doch dann hat Blau-Weiß in der Schlussminute der Nachspielzeit noch einen Freistoß von der Mittellinie. Patrick Bädelt schlägt den Ball bis an den 5-Meter-Raum. Michendorfs Abwehrspieler Philipp Völker rutscht der Ball über den Scheitel ins eigene Tor. Eigentor! 2:1 Stücken! Jubelgeschrei. Doch der Schiedsrichter hatte das letzte Wort. Er gibt den Treffer nicht, wegen eines vermeintlichen Fouls von Karl Marohn. Eine mutige Entscheidung. Marohn stieg ebenfalls zum Kopfball nach oben und berührte den Gegenspieler mit seinem Körper. Doch ob das wirklich foulwürdig war und ob der Schiedsrichter das wirklich so gut sehen konnte? Wo ist eigentlich der VAR, wenn man ihn mal braucht? Meine Aufnahme der Spielszene kann nur bedingt weiterhelfen. Vor lauter Aufregung habe ich vergessen zu schwenken und die beiden Kontrahenten werden in Blickrichtung der Kamera leider verdeckt.
Ein Siegtreffer wäre das i-Tüpfelchen für diesen couragierten Auftritt der Stückener gewesen. Fans und Trainer waren sich einig. Sie hatten heute das beste Saisonspiel der Blau-Weißen gesehen. Und dabei besonders wichtig: Bis zur allerletzten Minute wurde auf allen Positionen gekämpft und alles reingeworfen, was möglich war. Am kommenden Sonntag geht es dann zu Hause gegen Traktor Schlalach weiter. Und nur zwei Tage später, am 19. Mai, um 19 Uhr ist die Viktoria aus Potsdam zu Gast an der Seddiner Straße. Der Saisonüberblick mit allen Spielen ist wie immer hier zu finden.
Hier noch eine Galerie mit 21 Bildern vom Spiel:
 |
| FC Blau-Weiß Stücken |
1:1
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SG Michendorf III |
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— Spielende — |
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1:1 |
Christian Kühne (60.) |
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— Halbzeit — |
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| Sören Kieburg (18.) |
1:0 |
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Frank Ulrich Richter mit seinen aktuellen Lieblingswerken
Großer Pinsel oder Spachtel? Kleckse oder präzise Linien? Kaffee oder Wein beim Malen? Bevor sich der Hobby-Künstler Frank Ulrich Richter noch ein paar Quickfire-Fragen stellte, hatten wir es uns in seinem häuslichen Atelier auf der Couch bequem gemacht und über sein wiederentdecktes Hobby eingehend geplaudert. Gleich vorweg, Frank Ulrich Richter kennen sogar die wenigsten Stückener. Alle nennen ihn einfach Ulli und so wird es auch in diesem Porträt gehandhabt.
Ulli Richter zog es Anfang der 90er Jahre aus dem Spreewald nach Stücken. Die Malerei entdeckte er während des Studiums für sich. Es blieb jedoch bei dem ein oder anderen Ölbild in Miniaturausführung. Ein ausgefülltes Arbeitsleben mit vielen Auslandsaufenthalten verhinderte eine kontinuierliche Beschäftigung mit dem Hobby Malen. Im vergangenen Jahr erweckte dann eine Kunsttherapie eine unerwartete kreative Schaffenskraft und Ulli widmet sich seither ausdauernd seiner Leidenschaft, aus der bislang mehr als 50 Bilder entstanden sind. Ortswechsel im Urlaub machen ihn besonders kreativ. Er experimentiert viel mit Farbkombinationen. Schwarz, Gelb, Weiß oder Rot, Gelb, Blau liegen ihm besonders, doch vorrangig bestimmt sein Gemütszustand die Farbgebung. Für seine abstrakten, teils expressionistischen Werke, ist auch das Werkzeug nicht in Stein gemeißelt. Pinsel, Spachtel, Schwamm und/oder Strukturpaste kommen gern zum Einsatz. Und im Hintergrund läuft stets Rockmusik, die eigene Playlist oder Radio Bob!.

Bis unter die Decke. Die Wände seines Ateliers zieren seine neuesten Werke.
Für ein fertiges Bild können durchaus 4-5 Tage ins Land gehen. Wenn ihm sein Bild gefällt, ist es jedoch meist noch nicht das Ende des kreativen Prozesses. Jetzt hat seine Frau das Wort und ihr Feedback entscheidet, ob das Bild tatsächlich fertig ist, oder ob er nicht doch noch die ein oder andere Korrektur vornehmen sollte. Die Signatur FUR für Frank Ulrich Richter bildet dann stets den Schlusspunkt.
Ulli würde seine Werke gern in der Öffentlichkeit präsentieren. Für jede Anregung dazu oder auch konkrete Unterstützung wäre er sehr dankbar. Wenn Sie mit Ulli Richter in Verbindung treten oder gar eines seiner Werke erwerben möchten, können Sie dies am leichtesten über seinen Instagram-Kanal (frankulrichrichter), wo man auch seine E-Mail-Adresse und natürlich noch viel mehr seiner Werke finden kann.
Zum Abschluss kommen wir noch einmal auf die Quickfire-Fragen zurück. Hier sind Ullis Entscheidungen:
1. Großer Flachpinsel oder Spachtel?
2. Geplante Skizze oder purer Zufall?
3. Primärfarben oder Pastelltöne?
4. Großformat oder Miniatur?
5. Spontan-Klecks oder präzise Linie?
6. Schichten aufbauen oder nass-in-nass? keines von beiden, ist egal
7. Musik aufdrehen oder absolute Stille beim Malen?
8. Sauberes Atelier oder kreatives Chaos?
9. Kaffee oder Wein beim Malen? weder noch
10. Titel, die erklären, oder “Ohne Titel”? Titel, die unterstreichen
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Wieder einmal gab es die wunderbare Atmosphäre des Fliederhofes beim Flohmarkt gratis dazu.
Update vom 26. April 2026: Sonnenschein und Temperaturen von bis zu 17 Grad waren die nahezu perfekten Begleiterscheinungen für einen schönen Flohmarkt-Nachmittag im Fliederhof in Stücken. 30 Stände warteten auf zahlreiche Besucher, die sich vorwiegend über ein reichhaltiges Angebot an Kindersachen und Spielzeug, aber auch über jede andere Form von Trödel freuen konnten. Versorgt mit Gegrilltem und Kaffee und Kuchen ließ es sich gut im gemütlichen Ambiente des Fliederhofes aushalten. Nachfolgend noch einige Bilder und wir können sicher davon ausgehen, dass der ein oder andere Händler bzw. Trödelfreund auch im kommenden Frühjahr wieder den Weg nach Stücken finden wird.
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Wo hier in der Serie die Wäsche hängt, stehen am Wochenende die Flohmarktstände
Update vom 22. April 2026: Seit ein paar Tagen sind die Ergebnisse der Dreharbeiten im Fliederhof für die
Praxis mit Meerblick zu bestaunen. In der
Episode 29 „Liebe auf Attest“ mimt die Stückener Lokalität die
„Pension Wellenkieker“. Schon bei Minute 3:40 wird wunderbar vom Ostseestrand auf den Fliederhof umgeblendet. Die Ostsee direkt vor der Haustür würde sicher auch vielen Stückenern gut gefallen. Damit die „Ostsee-Illusion“ perfekt ist, sind gegenüber der Toreinfahrt des Fliederhofes noch Netze und Reusen aufgestellt. Nun ja. Im Verlauf der Folge taucht der Fliederhof immer wieder für kürzere und längere Passagen auf. In den ursprünglich genannten Folgen 27 und 28 ist der Fliederhof jedoch nicht zu sehen.
Am Samstag, den 25. April steht der Fliederhof wieder im Mittelpunkt. Dieses Mal jedoch für den jährlichen Flohmarkt-Frühling in Stücken. Kommen Sie vorbei und trödeln Sie in der wunderbaren Hof-Atmosphäre der Pension Wellenkieker, ähem … des Fliederhofes in Stücken.

© ARD-Mediathek
Artikel vom 22. Mai 2025: In den vergangenen vier Tagen wurde in Stücken wieder eifrig gedreht. Diesmal produzierte die Real Film Berlin GmbH Szenen für die Folgen 27 bis 29 der
Praxis mit Meerblick, einer Fernsehreihe für
Das Erste der ARD. Neben Dreharbeiten auf der Ortsverbindungsstraße zum Gut Breite diente vor allem der
Fliederhof als Kulisse für die Filmaufnahmen. Das Restaurant fungierte dabei als Pension und die Toiletten wurden zur Besenkammer umgestaltet. Kater Adi nahm sich alle Freiheiten, um mutmaßlich als Statist seinen Auftritt zu haben. Ob ihm das gelungen ist, kann man leider erst ab April 2026 überprüfen. Dann laufen die neuen Folgen im Abendprogramm der ARD.
Stücken bloggt wird rechtzeitig informieren. Mit bestem Dank an Juliane, der Chefin des Fliederhofes, hier ein paar Impressionen von den Dreharbeiten:
Der Inhalt der Serie: In die Praxis mit Meerblick auf der Insel Rügen wechselt Nora Kaminski (gespielt von Tanja Wedhorn), nachdem sie von ihrer Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff wegen einer angeblichen Verfehlung freigestellt wurde. Sie will ihr Leben auf der Insel neu ordnen, doch als Ärztin ohne Doktortitel wird sie nach einem Schicksalsschlag vor unerwartete Herausforderungen gestellt …
Die bisher veröffentlichten 26 Folgen mit einer Laufzeit von je 90 Minuten lassen sich am besten chronologisch in der ARD-Mediathek ansehen.
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