Ein Feuer bringt die Leute zusammen, so einfach ist das. Feuer erzeugt Wärme, Wärme erzeugt Gemütlichkeit. Erst recht, wenn es zu vorgerückter Stunde dann doch wieder kälter wird. Man kommt näher am Feuer zusammen. Man umgibt sich mit Freunden und Nachbarn, tauscht die neuesten Neuigkeiten und den albernsten Klatsch und Tratsch aus und spürt die Gemeinschaft des Dorfes. Um nicht mehr und nicht weniger geht es bei diesem beliebten Brauch, der auch in diesem Jahr wieder in Stücken stattfand.
Eigentlich wollte ich mich aufregen: über die ewigen Mahner ob des Feinstaubausstoßes oder gar des Supergiftes Dioxin, oder über die Experten, die in Osterfeuern ein antisemitisches Brauchtum hineinfabulieren. Und dass in Stücken das Osterfeuer erstmals vom Michendorfer Ordnungsamt genauestens unter die Lupe genommen wurde, ist bestimmt auch nur ein Zufall.
Alles geschenkt. Nur die wenigsten der zahlreichen Besucher werden über derlei Ungemach nachgedacht haben und genossen den Abend in fröhlicher Gesellschaft. Zum Brauchtum gehört inzwischen auch das Anzünden der Osterkerze am Osterfeuer, die von Ludwig in die Stückener Dorfkirche getragen wurde. Das Blasorchester Stücken unterhielt eine gute Stunde mit altbekannten Melodien. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für stetigen Nachschub an Brennmaterial, das der Heimatverein beschafft hatte. Eben dieser Verein servierte auch Bratwurst und Getränke und sorgte auch am Ostersonntagmorgen mit zahlreichen Händen für den zügigen Abbau und das Aufräumen des Veranstaltungsgeländes. Auch wenn die Osterfeiertage inzwischen fortgeschritten sind, wünsche ich noch einen erholsamen Ostermontag und allen, die das Glück haben, noch ein paar Tage länger frei zu haben einen schönen Urlaub, bzw. eine tolle Ferienwoche.



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