Doch das neue Feuerwehrgebäude wurde nur ganz am Rande der Jahreshauptversammlung thematisiert. Wichtiger war dann doch die Rückschau auf die Einsätze und Aktivitäten des vergangenen Feuerwehrjahres. Ortswehrführer Sören Kieburg hatte wieder einmal umfangreiche Statistiken vorbereitet. 2025 hatte die Stückener Feuerwehr insgesamt 46 Einsätze. Davon allein 24 im Zeitraum zwischen 18 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Mit 22 waren knapp die Hälfte der Alarmierungen Brandeinsätze. Hinzu kamen sechs Verkehrsunfälle, zu denen schwere Motorradunfälle und Unfälle auf der Autobahn gehörten. Der Rest der Einsätze verteilte sich auf Hilfeleistungen, Türöffnungen, Tragehilfen, technische Hilfeleistungen Natur (bspw. Windbrüche bei Sturmereignissen) und ausgelöste Brandmeldeanlagen.
Dabei leisteten die Kameraden mit 343 Stunden satte 102 Stunden mehr Einsatzzeit als im Vorjahr. Das LF10 Löschfahrzeug war durchschnittlich mit sechs von maximal neun Feuerwehrleuten belegt. Besonders eifrig zeigte sich Benno Heese, der bei 34 von 46 Einsätzen mit dabei war. Ebenso bemerkenswert ist die weiterhin hohe Zahl an Atemschutzgeräteträgern (AGT) in der Stückener Wehr. Gleich zwölf der 24 aktiven Feuerwehrleute besitzen diese Qualifikation.
Womit auch schon die zweite Säule der freiwilligen Feuerwehrarbeit thematisiert wurde: die fortlaufende Aus- und Weiterbildung. Während des vergangenen Jahres absolvierten die Feuerwehrleute Ausbildungen in der Wasserentnahme, der Türöffnung und der Brandbekämpfung im Innenangriff, sowie zwei AGT-Läufe. Zwei Kameraden beendeten erfolgreich ihre Truppmann-1-Ausbildung, zwei ließen sich zu Maschinisten weiterbilden und drei Kameraden absolvierten einen Sprechfunklehrgang. Zusammen mit Versammlungen, Gerätediensten und anderen Verpflichtungen summierten sich diese Aktivitäten und Einsätze auf nahezu exakt 2.000 Stunden freiwillige Tätigkeiten in der Stückener Ortswehr.
Und natürlich wurde noch einmal auf den besonderen Erfolg des Wettkampfteams des vergangenen Jahres zurückgeschaut. Der Gewinn der Landesmeisterschaft wurde auch schon im Kurz gebloggt zum Jahreswechsel ausführlich gewürdigt. Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch vorhanden. Noch immer konnten sich nicht alle Teammitglieder in das Goldene Buch der Gemeinde Michendorf eintragen.
Auch hier sei nicht zu vergessen, dass die Stückener Wehr eine hervorragende Nachwuchsarbeit leistet. 14 Kinder unter 10 Jahren und zehn Kinder/Jugendliche ab 11 Jahren werden mit zahlreichen Aktivitäten an die Aufgaben als freiwillige Feuerwehrleute herangeführt und ganz allgemein für die Feuerwehr begeistert.Nach der Jahreshauptversammlung ist vor dem neuen Einsatzjahr. Unter der Woche fand bereits der erste reguläre Termin der Feuerwehr in 2026 statt. Beim Gerätedienst wurden diesmal alle Löschwasserhydranten im Ort kontrolliert und von Schnee und Eis befreit.
Am gestrigen Samstagabend war dann auch die Zeit, ein bisschen zu feiern. Der Förderverein der Feuerwehr hatte zum Knutfest geladen. Stückener und ihre Gäste maßen sich beim Weihnachtsbaumweitwurf, ließen sich Grillwurst und Glühwein schmecken und rutschten immer näher an das Lagerfeuer heran, um sich bei der unangenehmen Kälte an der Hitze der fortwährend nachgeworfenen Weihnachtsbäume aufzuwärmen.
Beim Weihnachtsbaumweitwurf gewann Theo den Wettbewerb der unter Elfjährigen mit 5,20 Meter, vor Maria (5,10 m), Leonie (4,53 m) und Ola mit 4,35 Meter. Ludwig war mit 4,55 Meter der beste Jugendliche vor Jonathan mit 3,62 Meter. Bei den Männern hatte diesmal Oliver die meiste Kraft und beste Technik um den Baum auf 7,27 Meter zu wuchten. Er gewann vor Julius (6,79 m) und Henry mit 6,49 Meter. Bei den Damen verwies Anne mit 4,00 Metern ihre Konkurrentinnen Annette (3,79 m) und Doreen mit 3,66 Meter auf die Plätze. Monika erhielt einen Sonderpreis für die Ü60-Teilnehmer. Und natürlich hatte jede Altersklasse unterschiedlich schwere Bäume zum Werfen.





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